2026.5.22 Fall Anna-Gang: “Fühle mich in Syrien sicherer”
Zwei im “Fall Anna” freigesprochene Burschen wurden wegen schweren Raubes verurteilt. Vor Gericht waren sie schweigsam, das Opfer sprach!
Vier junge Männer wurden Mittwoch in Wien wegen schweren Raubes zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt, wir berichteten. Zwei Burschen der “Antons-Gang” aus Favoriten standen bereits im Vorjahr im viel beachteten “Fall Anna” vor Gericht, waren rechtskräftig freigesprochen worden. Damals ging es um den mutmaßlichen Missbrauchs-Fall eines zwölfjährigen Mädchens.
“Er wurde gepfeffert”
Die vier Angeklagten (21, 17, 23, 24 Jahre) sollen im Juni 2025 einen Supermarktbetreiber in Wien-Simmering ausgekundschaftet haben. Sie hatten Wind davon bekommen, dass der Geschäftsinhaber oft mit sehr viel Bargeld unterwegs war. Dann überfielen sie den Mann in der Tiefgarage seines Wohnhauses. “Er wurde gepfeffert”, so die Richterin. Selbst als er noch am Boden lag, schlugen und traten die Verdächtigen noch auf den Mann ein. Ein Zeuge überraschte die Verdächtigen, die dem Opfer maskiert in der Garage aufgelauert hatten. Ein 24-Jähriger stand angeblich vor der Einfahrt Schmiere.
“Wurde heftig zusammengeschlagen”
In dem Prozess schilderte nun auch erstmals das Opfer im Zeugenstand die schrecklichen Szenen, die ihn wohl sein Leben lang verfolgen werden. “Ich wurde heftig zusammengeschlagen”, berichtete der 54-Jährige. Sogar als er bereits am Boden lag, hätten die maskierten Männer noch weiter auf ihn eingeprügelt. Die Angreifer hätten Geld verlangt, ihm mit Pfefferspray eingesprüht. “Sie haben mich durchsucht und alles mitgenommen, was sie gefunden haben.”
Raubopfer übersiedelte nach Syrien
Fast ein Jahr nach der Tat leide er noch immer unter den Folgen des Überfalls. Er habe mehr als 20 Kilogramm seither verloren, außerdem sei er nach Syrien übersiedelt. “Ich habe das Gefühl, dass ich dort sicherer leben kann als hier”, so der Zeuge, der eigens für seine Aussage aus Syrien nach Wien gekommen war. Es sei ein “unschöner, gewalttätiger” Raub gewesen, so die Richterin. Das Opfer sei unnötigerweise sehr übel zugerichtet worden. Die mutmaßlichen “Antons-Gang”-Mitglieder aus Wien-Favoriten erbeuteten 4.000 Euro, ein altes Samsung-Handy und Autoschlüssel.
Stammgäste vor Gericht
Der 21-Jährige wurde nun verpflichtet, rund 4.000 Euro symbolisches Schmerzengeld beziehungsweise Schadenersatz zu bezahlen. Die drei weiteren Verurteilten müssen insgesamt 9.100 Euro leisten. Drei Angeklagte (21, 23, 24 Jahre) erhielten 4,5 Jahre unbedingte Haft. Der 17-Jährige muss 32 Monate hinter Gitter – bereits rechtskräftig.
Freispruch im Fall Anna
Der 21-Jährige und der 17-Jährige standen im Vorjahr im sogenannten “Fall Anna” vor Gericht, wurden im mutmaßlichen Missbrauchsfall um ein 12-jähriges Mädchen damals freigesprochen. Sie sollen zur “Antons”-Jugendbande gehören, benannt nach dem Antonspark in Wien-Favoriten.

Nach einem Raubüberfall auf zwei Jugendliche am Bahnhof Korneuburg sucht die Polizei nun mit einem Phantombild nach einem bislang unbekannten Täter. Der Vorfall ereignete sich bereits am 20. März 2026 kurz nach Mitternacht.
Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich sollen zwei unbekannte Männer die Jugendlichen gegen 0.10 Uhr am Bahnhof bedroht und die Herausgabe von Schmuck verlangt haben. In weiterer Folge übergaben die Opfer den Tätern Bargeld.
Anschließend flüchteten die beiden Männer laut Polizei mit einem dunklen Pkw vom Tatort. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand.
Polizei bittet um Hinweise
Zu einem der beiden Verdächtigen liegt nun ein Phantombild vor, das auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg veröffentlicht wurde.
Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:
männlich
etwa 16 bis 20 Jahre alt
circa 160 bis 180 Zentimeter groß
schlanke Figur
dunkle Augen
Ziegenbart
dunkler Pullover und dunkle Jeans
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Korneuburg unter der Telefonnummer 059133-3240 entgegen. Laut Polizei werden Hinweise auf Wunsch auch vertraulich behandelt.
2026.5.21 Wien-Prozess: “Du wirst es erfahren” – neue Aussagen
Am Donnerstag ist am Landesgericht Wiener Neustadt der Prozess gegen Beran A. wegen des mutmaßlich verhinderten Terroranschlags auf ein Taylor-Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit weiteren Zeugenbefragungen fortgesetzt worden.
Zwei Bekannte von Beran A. sagten aus, dass dieser ihnen gegenüber zwar mehrfach davon sprach, “Großes” vorzuhaben, von konkreten Terrorabsichten wollten die Zeugen aber nichts gewusst haben.
Zuerst wurde Luca K. in Handschellen in den Schwurgerichtssaal geführt. Der ehemalige Freund von Beran A. widersprach dessen Aussagen in mehreren Punkten. Er sei nicht gewarnt worden und habe auch nichts von den Anschlagsplänen gewusst.
Beran A. hatte ausgesagt, Luca K. habe “gewusst, was ich vorhabe”, da er ihn gewarnt hatte, nicht zum Konzert zu gehen. “Daran kann ich mich nicht erinnern”, sagte Beran A. dazu. Der 19-Jährige wäre für den Bühnenaufbau und Abbau im Ernst-Happel-Stadion zuständig gewesen. Er habe den Erstangeklagten gefragt, ob auch er beim Konzert arbeiten möchte, was dieser jedoch verneinte. “Ich habe aber alle meine Freunde gefragt.”
Luca K. galt unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Terrorpläne und den Konzertabsagen als Komplize, eine Beteiligung an den Anschlagsplänen konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Er wurde allerdings im vergangenen Juli wegen terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Im Jänner fasste er nach einer Gewaltattacke mehrerer Männer im Juli 2024 eine sechsmonatige Zusatzstrafe aus. Luca K. sitzt seit 7. August 2024 in Haft.
“Du wirst es erfahren”
Auch ein zweiter, am Nachmittag befragter Bekannter von Beran A. meinte, dieser habe in den Wochen vor den Konzerten davon gesprochen, dass er “Großes” vorhabe. Als er nachgefragt habe, sei der Angeklagte nicht darauf eingegangen und habe nur gemeint: “Du wirst es erfahren.” Immer wieder habe Beran A. sich radikal geäußert, aber “man hat ihn halt nicht ernst genommen.”
Konkreter wurde er da gegenüber einem damals 15-jährigen Deutschen, den er auf TikTok kennengelernt hatte, dessen Aussage heute von der Richterin verlesen wurde. Ihm gegenüber habe Beran A. am 28. Juli 2024 erwähnt, dass er einen Anschlag plante.
Er habe Beran A. daraufhin mehrere Anschlagsziele vorgeschlagen, darunter etwa “Proteste von Homosexuellen”. Das begründete der Zeuge so: “Ich habe die noch nie gemocht. Außerdem dachte ich, dass dann niemand ums Leben komme, den wir kennen. Weil wir kennen niemand, der homosexuell ist.”
Die beiden hätten sich u. a. über den Bau von Bomben ausgetauscht. Laut Anklage wollte Beran A. ihn zu gleichzeitigen Anschlägen in Deutschland und Österreich bewegen. Er habe aber “immer irgendwelche Ausreden gesucht”, um keinen Anschlag zu machen, etwa dass er sich um seine Eltern kümmern müsse oder nicht mit Schulden sterben wolle, sagte der Zeuge, der im August des Vorjahres aufgrund seiner Unterstützung vom Kammergericht Berlin zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde.
Angeklagte sollen Teil einer Terrorzelle sein
Prozessgegenstand ist neben dem mutmaßlich verhinderten Swift-Attentat auch ein Anschlag in Mekka. Beran A. und der mitangeklagte Arda K. sollen ihren ehemaligen Schulfreund Hasan E. zu dem Terrorakt bewogen haben.
Die beiden Angeklagten stellen das in Abrede und sagten aus, der in Saudi-Arabien in Haft sitzende Hasan E. soll sie zu Anschlägen in Dubai bzw. Istanbul angestiftet haben. Beide zogen in letzter Sekunde zurück. Hasan E. dagegen stach in Mekka auf Sicherheitsbeamte ein.
Dass er in Dubai war, habe Beran A. Luca K. erzählt. “Aber ich habe ihm das nicht geglaubt, er hat mir auch keine Bilder gezeigt.” Er meinte zwar: “Soweit ich weiß, hat er gesagt, dass er etwas vorhat.” Dass er von den Plänen Beran A.s in Dubai gewusst habe, bestritt Luca K. jedoch.
Während Beran A. in Dubai war, hatten die beiden Chat-Kontakt, den der Zeuge irgendwann abbrach. “Schreib mir nicht. Es ist gefährlich. Wegen dem” (sic), schrieb er.
Autofahrt mit IS-Messer
Nach dessen Rückkehr habe sich Beran A. “verändert”. Er habe oft Drogen genommen und dem Zeugen Sticker mit der Fahne des Islamischen Staates geschenkt. Am 12. Juli 2024, nicht einmal ein Monat vor den geplanten Konzerten, schrieb Beran A. dem Zeugen: “Ich habe Waffen besorgt.”
Damit sei eine Schreckschusspistole gemeint gewesen, meinte Luca K. Immer wieder erwähnte der Zeuge auch eine gemeinsame Autofahrt, bei der der Angeklagte mit Messer mit IS-Symbol am Steuer saß. Darauf wurde von Richterin und Staatsanwaltschaft allerdings nicht näher eingegangen.
Nur kurz Thema war auch ein Vorfall, bei dem Beran A., der am Nachmittag befragte Zeuge und weitere junge Männer mit Sturmhauben maskiert durch einen Zug gelaufen sind.
Heute nach den geplanten Anschlägen in Dubai, Istanbul und Mekka gefragt, meinte der zweitangeklagte Arda K., er habe erst in Istanbul “endgültig” davon erfahren, dass Beran A. “auch dabei” sei. Zuvor habe er gewusst, dass Hasan E. Beran A. “für die Ideologie” gewinnen wollte. Auch konkret, dass Hasan E. Beran A. für einen Anschlag gewinnen wollte, habe er gewusst.
Urteil am 28. Mai
Befragt wurde Beran A. auch zu seiner Ex-Freundin. Die junge Frau war auch selbst als Zeugin geladen. Für diesen Teil der Verhandlung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da es sich um den höchstpersönlichen Lebensbereich der beiden handelt. Ein Urteil soll es am kommenden Donnerstag geben.
2026.5.21 Sohn (11) brutal erstochen – Mordanklage gegen Mutter
Paukenschlag im Fall um einen getöteten Elfjährigen in Leoben. Die Mutter sei zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen. Es wurde Anklage eingebracht.
Schreckliche Szenen spielten sich Ende Jänner in einer Wohnung in Leoben ab: Eine 39-jährige Mutter soll ihren elfjährigen Sohn mit einem Messer attackiert und schlussendlich auch getötet haben – “Heute” berichtete.
Nach der Bluttat wählte die Frau selbst den Notruf. Die einschreitenden Beamten fanden die Frau mit Schnittverletzungen vor, ihr Kind lag zu diesem Zeitpunkt bereits tot in der gemeinsamen Wohnung nahe dem LKH Leoben. In ihrer Einvernahme zeigte sich die 39-Jährige bereits geständig.
Motiv unklar
Nun kam neue Bewegung in den Fall: Wie die “Kleine Zeitung” unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Leoben berichtet, wurde eine Anklage wegen Mordes gegen die Mutter eingebracht. Zudem habe ein psychiatrisches Gutachten gezeigt, dass die Frau zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Auch Alkohol, Drogen oder andere Substanzen seien nicht im Spiel gewesen.
Auch zum Tathergang machte die Staatsanwaltschaft Angaben. Demnach habe die 39-Jährige “unzählige” Male auf ihren Sohn eingestochen. Dieser sei schlussendlich verblutet. Weiterhin unklar sei hingegen das Motiv der Frau.
Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landesgericht steht noch nicht fest, erst müsse die Anklage rechtswirksam werden, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.
2026.5.21 Tödliche Schüsse bei Lokal in Wien-Ottakring: Mordanklage gegen drei Männer
In Verbindung mit einer Schießerei am 6. November 2025 in bzw. vor einem Lokal in der Payergasse in Wien-Ottakring, bei der ein 33-jähriger Tschetschene ums Leben kam und ein 55-jähriger Serbe schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft beim Landesgericht eine Anklage wegen Mordes gegen drei Männer eingebracht. Ein 34-Jähriger wurde als direkter Täter beschuldigt. Einem 36-Jährigen und einem 39-Jährigen wird vorgeworfen, als Beitragstäter beteiligt gewesen zu sein.
Anzeige
Die Anklagebehörde kreidet den mitangeklagten Männern an, den Schützen unterstützt zu haben, indem sie ihn zum Tatort begleiteten und in seinen Absichten bestärkt haben sollen. Der 39-Jährige soll mit einer Glock-Pistole bewaffnet gewesen sein. Für die Verteidiger der zwei angeblichen Mittäter sind die Anschuldigungen haltlos. “Er war zufällig dabei und hatte mit dem Ganzen nichts am Hut”, sagte Michael Babic (Kanzlei Rast Musliu). Verteidiger Michael Dohr kündigte Konsequenzen an, sollte sein Mandant verurteilt werden. “Wenn er nicht freigesprochen wird, dann hänge ich den Talar an den Nagel. Samt Barrett”, meinte Dohr im Gespräch mit der APA.
Mordmotiv: Kreditgeschäft als Tathintergrund
Hintergrund der Schießerei soll ein Kreditgeschäft gewesen sein, das der mit einer halben Million Euro verschuldete Hauptangeklagte und der jüngste Angeklagte mit einem Kreditvermittler eingegangen waren. Vereinbart war, dass der Vermittler für 50.000 Euro eine Provision von 50 Prozent erhalten sollte. Als der Hauptangeklagte erfuhr, dass der Vermittler in ihrem Namen Kreditkarten bestellt und diese auch belastet hatte, behoben er und der 36-Jährige die gesamte Kreditsumme.
Dies führte letztlich zu einem Konflikt zwischen den Beteiligten, weshalb für den 6. November eine “Aussprache” am Yppenplatz anberaumt wurde. Zu dem Treffen in einem Lokal nahm der spätere Schütze eine am Westbahnhof gekaufte Faustfeuerwaffe der Marke Beretta mit. Der Kreditvermittler erschien wiederum mit drei Begleitern – darunter seinem Vater -, weil er Schwierigkeiten befürchtete.
Im Lokal soll dann der 34-Jährige zunächst auf einen Begleiter des Kreditvermittlers geschossen, diesen aber verfehlt haben. Danach zielte er auf den Vater des Kreditvermittlers, der einen Bauchdurchschuss mit Einschuss am linken Oberbauch und Ausschuss im Bereich der rechten Hüftregion erlitt, wobei es durch den Schusskanal zu insgesamt sechs Dünndarmperforationen und einer Trümmerfraktur der rechten Beckenschaufel kam. Eine Notoperation rettete dem 55-Jährigen das Leben.
Panik nach Schüssen in Lokal in Wien-Ottakring
Nach den ersten zwei Schüssen brach in dem Lokal Panik aus. Die Lokalgäste liefen ins Freie, wo der 34-Jährige einen weiteren Schuss abgab, der den dritten Begleiter des Kreditvermittlers im Bauchbereich traf. Laut Anklage durchsetzte das Projektil die Körperhauptschlagader annähernd zur Gänze, der 33-Jährige verblutete am Gehsteig liegend, ehe die alarmierten Rettungskräfte eintrafen.
Der Schütze setzte sich nach der Bluttat in die Türkei ab, konnte aber Ende Jänner am Flughafen in Istanbul festgenommen werden. Er wurde von den türkischen Behörden ausgeliefert und sitzt inzwischen in der Justizanstalt (JA) Josefstadt in U-Haft.
Die Anklageschrift ist nicht rechtskräftig. Die Verteidiger haben ab Zustellung 14 Tage Zeit, diese allenfalls zu beeinspruchen. Mit einem Schwurprozess ist frühestens im Juli zu rechnen.
—

Das Gericht befand, dass elektronisch überwachter Hausarrest für Egisto Ott nicht genügen werde. Er soll in Haft: Vier Jahre und ein Monat lang – und zumindest 20 Monate davon ohne Fußfessel. Aber nur, wenn das nicht rechtskräftige Urteil in der Instanz bestätigt wird. Oder muss der Ex-BVT-Beamte gar in Untersuchungshaft?
Am Mittwoch setzte es für Ex-BVT-Chefinspektor Egisto Ott beinahe die Höchststrafe wegen Spionage und Amtsmissbrauch: Vier Jahre und ein Monat Haft bei einem Strafrahmen von bis zu fünf Jahren. Für die Verteidiger Anna Mair und Michael Ofner – die für einen Freispruch plädiert hatten – natürlich ein heftiger Dämpfer. Den man aber nicht so einfach hinnehmen wolle. „Wir melden Nichtigkeit und volle Berufung an“, sagt Mair. x1200
2026.5.20 Vier Jahre Haft für Egisto Ott wegen Russland-Spionage
Die Geschworenen halten Egisto Ott wegen Spionage für schuldig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Mittwoch, 20. Mai 2026, kurz vor 9 Uhr: Egisto Ott, Ex-Mitarbeiter des damaligen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) betritt den großen Schwurgerichtssaal am Wiener Straflandesgericht. Es ist der Tag der Entscheidung. Hat Ott für Russland spioniert – oder nicht?
Die acht Geschworenen sind sich einig: Egisto Ott ist der Russland-Spionage schuldig. Ott wurde auch wegen Amtsmissbrauch, Bestechung und Bestechlichkeit, Veruntreuung, einer Verletzung des Außenwirtschaftsgesetzes und Geheimnisverrats verurteilt. Insgesamt wurde Ott zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Ott selbst fasste sich am letzten Prozesstag ganz kurz. Ihm und einem – unter anderem wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs – mitangeklagten anderen Ex-BVTler stand das letzte Wort im Verfahren zu. Beide haben sämtliche Vorwürfe immer bestritten. Ott verzichtete am Mittwoch jedoch auf weitere Reden und schloss sich einfach nur den Ausführungen seiner Anwältin Anna Mair an, die bereits Anfang der Woche Plädoyer gehalten hat.
Nach fünf Minuten war es damit auch schon wieder vorbei – vorerst. Der vorsitzende Richter schickte die Geschworenen in die Beratung. Sie mussten in 21 Hauptfragen entscheiden, ob Ott und der Zweitangeklagte schuldig sind oder nicht. Die Geschworenen haben dafür mehr als acht Stunden lang beraten.
Schuldig wegen Russland-Spionage
Um 17.45 Uhr öffneten sich die Tore des Großen Schwurgerichtssaales wieder. Die Geschworenen gingen jede einzelne Frage durch. Schon nach der ersten war klar: Die Geschworenen halten Egisto Ott in erster Instanz für schuldig: Amtsmissbrauch, Russland-Spionage, Bestechung und Bestechlichkeit, Veruntreuung, Geheimnisverrat und eine Verletzung des Außenwirtschaftsgesetz lauten die Delikte, in denen das Gericht einen Schuldspruch gegen Ott verhängte. Ott wird zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Otts Verteidigung meldet Nichtigkeitsbeschwerde an.
Ab 18.00 Uhr lasen die Geschworenen die einzelnen Fragen vor. Nach jeder Hauptfrage sagten sie, ob sie die Angeklagten für diesen Vorwurf für schuldig oder unschuldig befunden haben. Besonders relevant ist die zweite Hauptfrage. Hier geht es um den Vorwurf der Russland-Spionage.
Zum besseren Verständnis: Die einzelnen Hauptfragen umfassen jeweils einen Straftatbestand und beinhalten jeden einzelnen Vorwurf dazu. Jeder Vorwurf ist ein langer Satz, der eine Unterfrage bildet. Schon die können lang werden. Die erste Unterfrage zur Russland-Spionage ist etwa ein Satz mit 2600 Zeichen. Zum Vergleich: Das ist in etwa so lange wie dieser Text bis zu der Stelle, die Sie gerade lesen. Die erste Hauptfrage war insgesamt 25 Seiten lang. Die Geschworenen mussten sich beim Vorlesen abwechseln.
Die Vorwürfe
Es war ein Prozess der Superlative. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelte seit 2017 gegen Ott wegen des Verdachts der Russland-Spionage. Die Anklageschrift zählte 172 Seiten, und es ging um weit mehr als eine Frage: Die Staatsanwaltschaft erhebte rund 120 Teil-Vorwürfe gegen den einstigen BVT-Beamten. Ott bekannte sich nicht schuldig.
Ein kurzer Überblick über die Vorwürfe:
Ott soll
wissentlich für Russland spioniert haben, indem er Informationen für den russischen Geheimdienst FSB sammelte und drei Handys aus dem Innenministerium sowie einen speziell verschlüsselten Laptop, wie ihn westliche Geheimdienste nutzen, nach Russland weitergegeben haben soll.
bestechlich gewesen sein, weil er Geld verlangt haben soll, etwa für Abfragen in Polizeidatenbanken (auch solche, die nichts mit Russland zu tun haben).
andere Beamte bestochen und zum Amtsmissbrauch angestiftet haben, etwa, um an Informationen zu gelangen.
Amtsmissbrauch begangen haben, weil er Personenabfragen durchführte, die nichts mit seinem Job zu tun gehabt haben sollen (darunter fallen auch Abfragen, die nichts mit Russland zu tun haben), zudem soll Ott jahrelang mehrere fremde Ausweise, die aus einer Amtshandlung stammten, behalten haben.
den speziell verschlüsselten Laptop veruntreut haben.
das Außenwirtschaftsgesetz verletzt haben, da der Laptop als „Dual-Use“-Gut nicht nach Russland verkauft werden durfte, aber über Ott und Jan Marsalek nach Moskau gewandert sein soll.
Amtsgeheimnisse verraten haben, etwa, dass man mit einer Generalkarte in jeden Raum des BVT gelangt.
einen anderen Beamten zum Verrat von Amtsgeheimnissen angestiftet haben, um an die Handy-Daten aus dem Innenministerium zu gelangen.
durch den Besitz der Daten der Handys Datenbeschädigung und durch deren mutmaßliche Weitergabe Datenverarbeitung in Gewinn- oder Schädigungsabsicht begangen haben.
schweren Betrug begangen haben, indem er sich am Meldeamt als Polizist ausgegeben und sich so 3,30 Euro an Gebühren an die Republik gespart haben soll.
Egisto Ott drohen im Kernvorwurf der Russland-Spionage bis zu fünf Jahre Haft. Relevant für Ott ist nicht nur, ob er verurteilt wird, sondern gegebenenfalls auch, wie lange: Ab einem halben Jahr unbedingter Haft oder einem Jahr bedingter Haft würde der Beamte sein Amt verlieren. Das hätte auch zusätzliche finanzielle Folgen für den 63-jährigen Kärntner.
Stundenlange Beratungen erwartet
Neben Ott sitzt ein weiterer ehemaliger Beamter des BVT auf der Anklagebank. Der Mann soll Ott unterstützt, aber vom mutmaßlichen Russland-Hintergrund nichts gewusst haben. Ihm wird Amtsmissbrauch, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Verletzung des Amtsgeheimnisses und Datenbeschädigung vorgeworfen. Zudem muss er sich gegen zwei Vorwürfe nach dem Waffengesetz verteidigen, da die Polizei bei einer Razzia einen Schlagring und eine Flinte mit verkürztem Lauf gefunden hat. Auch er bekennt sich nicht schuldig.
Die Geschworenen mussten zu jedem einzelnen Anklagepunkt einzeln entscheiden, ob Ott schuldig oder unschuldig ist. Der Richter hatte allein für die Verlesung der entsprechenden Fragen am letzten Verhandlungstag eine volle Stunde benötigt. Die Verlesung der Entscheidung der Geschworenen wird daher wohl nicht kürzer dauern.
Am letzten Verhandlungstag am Montag wurden bereits die Schlussplädoyers vorgetragen. Auch hier zeigte sich, wie komplex die Anklage ist: Drei Stunden lang trug die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe gegen Ott vor.
Dieser Prozess hat gezeigt, mit welcher Vehemenz Ott jahrelang mit Korruption und Landesverrat gegen die Republik vorgegangen ist
Staatsanwaltschaft Wien
Sie bemühte sich vor allem, den Geschworenen im Detail zu schildern, dass der Ex-BVT-Beamte – aus ihrer Sicht – nicht die Wahrheit sagt. „Die Beweislast gegen beide Angeklagten ist erdrückend“, befand der Staatsanwalt: „Ich habe keinen einzigen Zeugen gefunden, der Egisto Ott entlastet.“ Und: „Dieser Prozess hat gezeigt, mit welcher Vehemenz Ott jahrelang mit Korruption und Landesverrat gegen die Republik vorgegangen ist.“
Im Zweifel für den Angeklagten
Otts Verteidigung setzt vor allem darauf, dass im Zweifel immer freizusprechen ist: „Diese ganze Geschichte hat zu viele Lücken, wo wir keine Beweise, sondern nur Vermutungen haben“, betont Otts Anwältin Anna Mair.
In ihrem Schlussplädoyer zweifelte sie nahezu alle Ermittlungsergebnisse an und kritisierte das Vorgehen von Staatsanwaltschaft und Polizei: Dass bis zum Schluss des Gerichtsverfahrens noch polizeiliche Ermittlungen stattfinden, habe sie noch nie erlebt. So präsentierte die Staatsanwaltschaft etwaein Foto eines Laptops, der dieselbe Seriennummer aufwies wie jener, den Ott weitergegeben haben soll. Gefunden wurde das Bild jedoch laut Anklagebehörde auf dem Handy eines wegen Russland-Spionage in Großbritannien verurteilten Bulgaren, der gemäß Verdachtslage als Kurier fungiert haben soll. Inhaltlich ging Ott-Anwältin Mair auf derlei Aspekte nicht ein, sie konzentrierte sich eher auf die Vorgangsweise der Ermittler.
Diese ganze Geschichte hat zu viele Lücken, wo wir keine Beweise, sondern nur Vermutungen haben
Anna Mair
Anwältin von Egisto Ott
So sprach Mair von „angeblichen“ Handyauswertungen. Denn sie habe als Verteidigung keine Möglichkeiten gehabt, jene Chat-Auswertungen, die britische Behörden auf dem Handy des verurteilten Russland-Spions Orlin Roussev durchgeführt hatten, zu überprüfen. Die Chats liegen dem Gericht nur in Stücken vor. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft zeigen diese detailliert, wie Roussev mit „Rupert Ticz“, hinter dem die Ermittler Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek vermuten, die Übergabe der BMI-Handys und des SINA-Laptops plant.
„Stellen Sie sich vor, man wertet ihr Handy aus und pickt dann einzelne Nachrichten heraus“, sagte Mair in Richtung der Geschworenen: „Ich denke, aus einzelnen Nachrichten kann man jedem einen Strick drehen.“
Eine Illustration eines Mannes mit kurzem Haar und Bart in Hemd.
Rupert Ticz alias Jan Marsalek, 16. November 2020
Meine einzige Sorge ist, dass einer meiner ehemaligen Vorstandskollegen, der von einigen Aspekten unserer Arbeit mit dem BND und der CIA wusste, etwas zugeben könnte.
Wahrscheinlich wird dieser Mann dann einen Selbstmord im Epstein-Stil im Gefängnis haben.
Selbst wenn man die Chats für bare Münze nehme, sei nicht klar, für wen Marsalek überhaupt arbeite, argumentierte Mair: In einem Chat schreibt „Ticz“ davon, dass er Geschäfte mit dem deutschen BND und der amerikanischen CIA gemacht habe. „Wer sagt uns, dass Marsalek nicht noch immer für die CIA arbeitet und für die Amerikaner Russland infiltriert?“, fragte Mair die Geschworenen.
Geheime Operation oder „Fake News“
Das wichtigste Argument der Verteidigung lautet aber „Operation Doktor“. Er habe vom früheren Vizedirektor des BVT den geheimen Auftrag bekommen, den flüchtigen russischen FSB-Offizier Dmitry Senin für einen anderen, befreundeten Nachrichtendienst abzuklären, behauptet Ott. Diese geheime „Operation Doktor“ würde alle Abfragen mit Russland-Bezug erklären, die er durchgeführt hat. Das Problem an dieser Geschichte: Kein einziger Zeuge bestätigte die Existenz der „Operation Doktor“. Der einstige Vizedirektor, der laut Ott den Auftrag erteilt haben soll, bezeichnete sie als Zeuge unter Wahrheitspflicht gar als „Fake News“.
Und warum gab es keine Unterlagen zur „Operation Doktor“? Die will Ott in seinem Stahlschrank verwahrt haben. Die Ermittler haben dazu aber nichts gefunden – und später alle Akten, die nicht mit dem Verfahren zu tun haben, vernichtet. „Ich sage nicht, dass AG FAMA absichtlich irgendetwas unterschlagen hätte“, sagte Mair: „Aber sie besteht aus Beamten, die nicht nachrichtendienstlich ausgebildet sind. Es kann sein, dass die nicht erkannt haben, dass die Unterlagen relevant für den Fall sind.“ Ott hat die Ermittler bei zwei Terminen aber auch nie um die Ausfolgung dieser Dokumente gebeten.
Zumindest in einem der rund 120 Anklagepunkte gab es vor Gericht tatsächlich eine überraschende Wendung: Nicht auszuschließen, dass der Vorwurf des schweren Betrugs eher als bürokratische Posse endet. Ott wird vorgeworfen, sich am 24. März 2021 am Meldeamt in Spittal an der Drau mit seiner Dienstkokarde als Polizist im Dienst ausgegeben haben, obwohl er damals bereits suspendiert war. Weil Polizisten für Amtshilfe keine Gebühren zahlen müssen, soll er die Republik so um 3,30 Euro betrogen haben. Im Gerichtsverfahren wies Ott allerdings die Rechnung vor.
Ein starkes Argument, wie auch die Staatsanwaltschaft, merklich frustriert, in ihrem Schlussplädoyer festhielt: „Die Rechnung hatte Ott seit 2021 bei sich. Hätte er die vorgelegt, wäre er natürlich nicht wegen schweren Betrugs angeklagt worden.“
—
2026.5.20 Austria investigating wealthy citizen accused of paying to shoot people in ‘human safari’ trips
Austria’s government has revealed it is investigating sickening reports that wealthy citizens paid big money to hunt innocent people under the cover of the Bosnian war.
The European nation’s justice ministry said Tuesday that “an investigation was opened” late last month “against an Austrian citizen and another as-yet-unidentified individual in connection with possible participation in so-called ‘sniper tours’ in Sarajevo during the Bosnian War,” according to Agence-France Presse (AFP).
The announcement came just weeks after Croatian investigative journalist Domagoj Margetić’s book “Pay and Shoot” claimed an Austrian aristocrat was among the snipers, according to the Times of London.
Margetić said he spoke with an ex-Bosnian Serb army major, who told him “an Austrian who came in late 1992 and in 1993 was nicknamed ‘Grof’ by the Serbs, which means ‘Count’ in Serbo-Croatian.”
“I have also been told that Serbian soldiers at Sarajevo checkpoints remember hunters showing Austrian passports,” Margetić said.
Austria is just the latest country to investigate the disturbing activity that took place during the siege of Sarajevo – a blockade which lasted from April 1992 until February 1996 and saw more than 10,000 people killed.
“These allegations concern the gravest war crimes and must be thoroughly investigated and prosecuted. There can be no room for impunity,” Alma Zadic, a former justice manager, stressed in a question submitted to the current justice department.
“The idea that people may have paid money in order to deliberately shoot at civilians — even children — is almost unimaginable in its cruelty.
“Such acts represent a level of contempt for humanity that leaves one speechless. The victims and their relatives have a right to truth, justice and clarification.”
Investigative journalist Ezio Gavazzeni previously uncovered evidence that sniper tourists paid north of $90,000 to shoot people, including women and kids.
“There were Germans, French, English … people from all Western countries who paid large sums of money to be taken there to shoot civilians,” he said in his report.
“There were no political or religious motivations. They were rich people who went there for fun and personal satisfaction. We are talking about people who love guns who perhaps go to shooting ranges or on safari in Africa.”
He first heard about sniper tourism in the 1990s, but investigated further after watching a 2022 documentary that featured an ex-Serb soldier who claimed foreigners would shoot at residents from the hills in Sarajevo.
Last November, Italian prosecutors opened a probe into sniper tourism and Margetić filed a complaint with Milan prosecutors, accusing Serbian President Aleksandar Vucic of being involved in the activity — allegations he strongly denies.
He claimed he’s “never held a sniper rifle in my life” and said he had “never killed anyone, wounded anyone, or done anything similar”.
In February, an 80-year-old Italian man was put under investigation on charges including premeditated murder as part of the probe.
2026.5.12 Wiener Mafia-Mord: Verdächtiger in Rimini gefasst
Fast sieben Jahre nach einem Mafia-Mord am Lugeck in der Wiener Innenstadt ist ein Mann in Italien von österreichischen Zielfahndern ausgeforscht und von einer Spezialeinheit festgenommen worden, berichtete das Bundeskriminalamt am Dienstag. Am 21. Dezember 2018 soll der 33-Jährige mit Mittätern einen 31-Jährigen an der Ecke Lugeck/Wollzeile erschossen haben, ein 23-Jähriger wurde schwer verletzt. Die Tat war Teil einer blutigen Fehde zwischen kriminellen Drogen-Clans.
Bei der Schießerei war der 32-jährige montenegrinische Staatsbürger Vladimir R. nach dem Verlassen eines Lokals am Lugeck regelrecht hingerichtet worden. Hintergrund der blutigen Fehde soll ein Streit um Drogengeschäfte gewesen sein. Am 11. Mai 2026 wurde der 33-jährige montenegrinische Staatsbürger Mili B. in Rimini an der italienischen Adriaküste von italienischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Wien erwirkten Europäischen Haftbefehls sowie einer internationalen Festnahmeanordnung wegen des Verdachts des Verbrechens des Mordes sowie versuchten Mordes, informierte das Bundeskriminalamt.
“Die Festnahme des Tatverdächtigen ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Besonders die enge Zusammenarbeit zwischen der Ermittlungsgruppe ‚AG ACHILLES‘, der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes und unseren internationalen Partnerdienststellen war für diesen Fahndungserfolg entscheidend”, betonte Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes, in einer Aussendung.
Mehrere Schüsse in der Wiener Innenstadt
Der dem sogenannten “Skaljari-Clan” zugerechnete Mili B. steht im Verdacht, am 21. Dezember 2018 gemeinsam mit weiteren Mittätern den damals 32-jährigen montenegrinischen Staatsangehörigen Vladimir R. durch mehrere Schüsse auf offener Straße getötet zu haben. Der 23-jährige Begleiter wurde durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Dieser soll ein Sohn des einstigen Bosses der montenegrinischen Mafia in der Vojvodina-Hauptstadt Novi Sad sein. Sein Vater und ein älterer Bruder sind bei Mordanschlägen 1999 in Novi Sad bzw. 2015 in Belgrad ums Leben gekommen.
Das in Wien getötete Opfer wird dem sogenannten “Kavac-Clan” zugerechnet. Die Tat wird den seit Jahren andauernden gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den montenegrinischen Clanstrukturen “Kavac” und “Skaljari” zugeordnet. Die eine Bande soll der anderen Ende 2014 rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert war. Blutige Abrechnungen, zuerst in Valencia, danach in Montenegro und in Serbien, waren die Folge. Dutzende Personen sind seither eines gewaltsamen Todes gestorben.
—
2026.5.4 Hipp-Rückruf: Verdächtiger in Justizanstalt Eisenstadt
Der Verdächtige im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp ist nach seiner Festnahme am Samstag im Bundesland Salzburg in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht worden, hieß es am Montag aus der Landespolizeidirektion Burgenland.
Dass es sich, wie die “Krone” berichtete, um einen ehemaligen Mitarbeiter der Firma handelt, bestätigte Polizeisprecher Helmut Marban auf APA-Anfrage nicht. Er verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat bereits einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Die Entscheidung darüber ist noch offen. Bei dem Verdächtigen soll es sich laut dem “Krone”-Bericht um einen ehemaligen Mitarbeiter der Hipp-Niederlassung in Gmunden handeln. Der 39-Jährige habe im Februar im Zuge einer Kündigungswelle den Job verloren und sich nun am Unternehmen rächen wollen. Auf die Spur gekommen sei man dem gebürtigen Slowaken durch Datenauswertungen aus der Erpresser-E-Mail, hieß es in dem Artikel. Die Polizei hielt sich dazu bedeckt und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Gutachten über Toxizität noch ausständig
Offen ist auch noch das Ergebnis des Gutachtens über die Toxizität der Rattengift-Menge, die im sichergestellten Hipp-Glas gefunden wurde. Es enthielt 15 Mikrogramm des Giftes. Hiervon hängt auch ab, was dem Mann schließlich vorgeworfen wird. Bis jetzt wurde gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls mit Rattengift manipuliert worden sein soll, ist bisher nicht aufgetaucht.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden im April insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf 18. April öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.
2026.5.4 IS-Fan hinter Panzerglas – so läuft der Villach-Prozess
Am 27. Mai beginnt der Prozess um den Anschlag von Villach. Es werden “höchste Sicherheitsvorkehrungen” herrschen.
Es war ein trauriger Tag in der Geschichte der Zweiten Republik: Am 15. Februar 2025 stach in Villach ein Syrer (23) auf mehrere Passanten ein. Dabei wurde ein 14-jähriger Bursch getötet, fünf weitere Menschen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt.
Dem Angeklagten, der mit dem Islamischen Staat (IS) sympathisieren soll, werden Mord, mehrfacher Mordversuch und terroristische Straftaten vorgeworfen. Am 27. und 28. Mai muss er sich vor dem Klagenfurter Landesgericht verantworten. Es könnte ein spektakulärer Prozess werden, denn die Sicherheitsvorkehrungen sollen erheblich hochgefahren werden.
“Jedes Risiko ausschließen”
Genaue Details wurden nicht genannt, aber wie die “Kleine Zeitung” unter Berufung auf das Gericht schreibt, soll erstmals eine Glas-Trennwand zum Einsatz kommen. Durch das Panzerglas soll der Syrer von den Prozessteilnehmern abgeschirmt werden. Dabei handle es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Man wolle “jedes Risiko ausschließen”. Eine Gefahr bestehe laut dem Landesgericht für niemanden.
Des Weiteren soll auch das Anfertigen von Bild- und Tonaufnahmen während des Prozesses verboten sein. Nicht einmal Zeichnungen von der Verhandlung dürfen gemacht werden. Zudem sollen Medien keine am Prozess beteiligten Justizangehörigen namentlich nennen.
Die Bilder des Tages
In Haft isoliert
Die Sicherheitsvorkehrungen sind kein Zufall. Auch in der Justizanstalt Klagenfurt, wo der Beschuldigte derzeit in U-Haft sitzt, wurden die Maßnahmen verstärkt. Laut dem Gefängnischef sei der zur Tatzeit 23-Jährige der “gefährlichste Häftling”, den man “je hatte”.
Von Mithäftlingen sei der Syrer isoliert, seine Zelle werde videoüberwacht und sein Bett habe man festschrauben müssen. Zum Einnehmen seiner Mahlzeiten erhält der Angeklagte nur weiches Einweg-Besteck und Pappteller. Alles, was der junge Mann als Waffe verwenden könnte, sei ihm abgenommen worden. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
2026.5.4 Hipp-Erpressung: Verdächtiger weist Vorwürfe zurück
Der Verdächtige im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp bestreitet die Vorwürfe laut einem Bericht des ORF Burgenland.
Gegenüber der APA betonte sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger ebenfalls: “Er hat damit nichts zu tun.” Die Vorwürfe seien “aus der Luft gegriffen”. Arbacher-Stöger zeigte sich skeptisch, dass die von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt beantragte Untersuchungshaft verhängt wird.
Dass der Mann ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens Hipp ist, bestätigte Arbacher-Stöger. Er habe aber die Firma “in beidseitigem Einverständnis” verlassen. Der Anwalt erklärte weiters, dass sein Mandant, der sich aktuell in der Justizanstalt Eisenstadt befindet, “mit der gesamten Sache nicht irgendwie geartet etwas zu tun” habe.
Dieser vertraue nun darauf, dass “ordentlich ermittelt wird und dann klar ist, dass er nicht der gesuchte, mutmaßliche Täter ist”. Arbacher-Stöger zeigte sich skeptisch dazu, dass die von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt beantragte U-Haft verhängt wird. “Ich bin davon überzeugt, dass er damit nichts zu tun hat. Das gibt der Akt auch nicht her. Es ist vielleicht eine überschießende Maßnahme gewesen, ihn gleich festzunehmen.”
Gutachten über Toxizität noch ausständig
Das Ergebnis des Gutachtens über die Toxizität der Rattengiftmenge, die im sichergestellten Hipp-Glas gefunden wurde, ist indes noch offen. Es enthielt 15 Mikrogramm des Giftes. Hiervon hängt auch ab, was dem Mann schließlich vorgeworfen wird. Bis jetzt wurde gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt.
Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt wird auch eine Ausweitung der Vorwürfe um versuchte schwere Nötigung erwogen. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls mit Rattengift manipuliert worden sein soll, ist bisher nicht aufgetaucht.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden im April insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf 18. April öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.
2026.5.4 Dubiose Alibis: HiPP-Erpresser bricht Schweigen!
Im aufsehenerregenden Gift-Krimi um manipulierte Babybrei-Gläser der Firma HiPP sorgt der festgenommene 39-Jährige weiter für Wirbel: Wie die „Krone“ erfuhr, weist der Verdächtige sämtliche Vorwürfe entschieden zurück – und liefert nun auch eine interessante Erklärung für ein besonders belastendes Detail …
Nach seiner Festnahme durch die „SOKO Glas“ am Samstag in St. Gilgen in Salzburg und der Einlieferung in die Justizanstalt Eisenstadt meldet sich nun sein Verteidiger, Manfred Arbacher-Stöger, zu Wort. Er konnte seinen Mandanten bereits im Gefängnis besuchen und berichtet von einer „klaren Linie“: Der 39-Jährige weist sämtliche Vorwürfe zurück und habe mit der Causa nichts zu tun. Laut ihm seien die Ermittlungen ein „Rohrkrepierer“.
Verdächtiger sei niemals in Brünn gewesen
Außerdem widerspricht der Verdächtige einem zentralen Punkt der bisherigen Ermittlungen. Laut Behörden sollen vergiftete HiPP-Gläser unter anderem auch in Tschechien – konkret im Raum Brünn – aufgetaucht sein.
Doch genau dort will der 39-Jährige nie gewesen sein. Sein angebliches Alibi: eine Smartwatch. Diese könne seine Bewegungsdaten lückenlos dokumentieren und belegen, dass er sich zum fraglichen Zeitpunkt nicht in Tschechien aufgehalten habe. Ob diese digitalen Spuren tatsächlich entlastend wirken, wird sich wohl im Laufe der Ermittlungen herausstellen.
Rattengift bei Hausdurchsuchung entdeckt
Besonders brisant: Wie die „Krone“ erfuhr, wurde bei der Hausdurchsuchung in St. Gilgen Rattengift sichergestellt. Genau dieses Gift soll laut Behörden in manipulierten HiPP-Gläsern gefunden worden sein.
Doch auch dafür hat der Verdächtige eine Erklärung: Er besitze eine landwirtschaftliche Fläche in der Slowakei – dort sei der Einsatz von Rattengift nichts Ungewöhnliches.
Nichtsdestotrotz: Jetzt sitzt er hinter Gittern in der Justizanstalt Eisenstadt im Burgenland – genau dort, wo zwei mit Rattengift präparierte Babybrei-Gläser in die Regale gestellt wurden.
Die Hintergründe der wahnsinnigen Causa? Weil er seinen Job in der Gmunder Hipp-Niederlassung verlor – laut dem mutmaßlichen Erpresser hätte ihm die Kündigung nichts ausgemacht –, soll der 39-jährige, dreifache Familienvater Gläser mit Nahrung für Kinder vergiftet und in Supermarkt-Regalen platziert haben. Fast 40 Tage lang hatte der Rattengift-Krimi Hunderttausende Eltern in blanke Angst versetzt. Noch immer fehlt eines der insgesamt sechs manipulierten Gläser. Fünf wurden sichergestellt – eines, verkauft im Burgenland, ist weiterhin verschwunden.
2026.5.3 Hipp-Erpressung: Verdächtiger soll Ex-Mitarbeiter bei Hipp in Gmunden sein
Wie die Polizei Salzburg bestätigte, wurde am Samstag ein 39-Jähriger festgenommen, der die Babynahrung mit Rattengift manipuliert haben soll. Medien berichten, dass er ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma in Oberösterreich ist.
Mehr als zwei Wochen, nachdem der Erpressungsversuch gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp öffentlich wurde, konnte ein Verdächtiger gefasst werden (die OÖN berichteten). Wie die Landespolizeidirektion Burgenland bestätigte, wurde am Samstag ein 39-Jähriger im Bundesland Salzburg festgenommen. Der Mann soll gestern in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt worden sein. Eine Entscheidung über die Verhängung der Untersuchungshaft wird in den nächsten Tagen erwartet.
Wie der Kurier berichtet, konnten die Ermittler durch die anonyme Erpresser-E-Mail eine Spur zu dem gebürtigen Slowaken, der in Salzburg wohnt, herstellen. Am Samstag soll er dann in St. Gilgen am Wolfgangsee festgenommen worden sein.
Erpressung als Rache wegen Jobverlusts
Beim Verdächtigen handelt es sich laut Kurier um einen ehemaligen Hipp-Mitarbeiter. Der 39-Jährige soll bei der Hipp-Niederlassung in Gmunden gearbeitet haben, dort aber seinen Job verloren haben, als eine Produktlinie stillgelegt wurde. Die Erpressung folgte nun offenbar aus Rache.
Die Befragung lief nach seiner Festnahme an und wurde am Sonntag fortgesetzt. Dem mutmaßlichen Täter wird vorsätzliche Gemeingefährdung und versuchte absichtlich schwere Körperverletzung vorgeworfen.
2026.5.2 Hipp-Rückruf: Verdächtiger laut Polizei Burgenland festgenommen
Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp ist am Samstagvormittag ein Verdächtiger festgenommen worden.
Es handelt sich um einen 39-jährigen Mann. Details zum Festnahmeort oder zur Herkunft des Mannes wurden von der Landespolizeidirektion Burgenland am Samstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.
Eisenstadt. Das Landeskriminalamt Burgenland führte unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt seit zwei Wochen Ermittlungen im Zusammenhang mit vergifteter Babynahrung. Ein Glas, das in einem Supermarkt in Eisenstadt gekauft worden war, wurde am 18. April sichergestellt. Dieses hatte 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Noch muss geklärt werden, welche Folgen ein Verzehr für ein Baby gehabt hätte.
Beamte des Landeskriminalamts Burgenland haben am Samstagvormittag mit Unterstützung des Bundeskriminalamts den tatverdächtigen Mann festgenommen. Er wird aktuell noch befragt, daher wurden keine Details zur verdächtigen Person, zu den Umständen der Festnahme oder zu den weiteren Ermittlungsschritten bekannt gegeben, erklärte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Helmut Marban, zur APA.
2026.4.22 Rückruf von Hipp-Gläsern: Suche nach 2. Glas mit Rattengift im Burgenland bisher ohne Erfolg
Die Fahndung nach dem zweiten Hipp-Glas, das möglicherweise mit Rattengift versetzt wurde, war im Burgenland bislang erfolglos. Trotz intensiver Anstrengungen sei es noch nicht gefunden worden, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch der APA mit. Zuletzt hat man Familien mit kleinen Kindern gezielt kontaktiert, die eventuell die Babynahrung gekauft haben. Von Personen, die nicht zu Hause erreicht wurden, erhofft man sich nun ebenfalls Hinweise. Bei ihnen hinterließ man Informationsflyer.
Zuvor hatte die burgenländische Polizei bereits sämtliche Krankenhäuser, Alters- und Pflegeeinrichtungen sowie Kindergärten und -krippen kontaktiert. Auch die ungarischen Behörden wurden informiert, weil die Babynahrung von Personen aus dem Grenzgebiet gekauft worden sein könnte. Das gesuchte Glas stammt aus derselben Spar-Filiale in Eisenstadt, in der auch jenes gekauft wurde, das am Samstag in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sichergestellt und bei einer ersten Untersuchung positiv auf Rattengift getestet worden war. Zur Höhe der darin enthaltenen Dosis sollen bis Ende der Woche nähere Informationen vorliegen.
Hipp-Unternehmenschef reagierte auf Kritik
Die deutschen Behörden ermitteln wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. Dessen Geschäftsführer Stefan Hipp äußerte sich am Dienstagabend erstmals öffentlich zu dem Fall und verteidigte die Kommunikationsstrategie seiner Firma. Das Unternehmen werde “nach außen hin teilweise wie ein Täter dargestellt”, sagte Hipp der Tageszeitung “Die Presse” (online). Die “vorsichtige Kommunikation” sei jedoch darin begründet, dass man die Ermittlungen nicht behindern wolle.
Das Drohschreiben sei am 27. März in einem allgemeinen Mail-Postfach eingelangt, das alle zwei bis drei Wochen kontrolliert werde. Von diesem Zeitpunkt an habe es bis zum 16. April gedauert, bis die E-Mail entdeckt worden sei. Die Kritik daran wollte Hipp im Gespräch mit der Tageszeitung nicht stehen lassen. “Das wäre so, als würden Sie einen Brief über den Zaun ins Firmengelände werfen und hoffen, dass es jemand findet.”
Er betonte, dass die Behörden “umso ungestörter ermitteln können, je weniger nach außen dringt”. Nachsatz: “Das ist der Grund, warum unsere Mitteilungen mit den ermittelnden Behörden abgesprochen werden, bevor sie veröffentlicht werden.” Man habe sofort nach Kenntnisnahme die deutsche Polizei informiert, einen internen Krisenstab eingerichtet und Maßnahmen ergriffen, um die Verbraucher zu schützen. Nun sei es “unser oberstes Ziel, das fehlende vergiftete Glas vom Supermarkt im Burgenland zu finden und den Täter zu überführen”, sagte Hipp.
Fünf vergiftete Gläser in Österreich, Tschechien und der Slowakei gefunden
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden bisher insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf Samstag öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.
Verdächtige Gläser erkennt man laut Polizei an einem weißen Aufkleber mit einem roten Kreis am Glasboden, einem bereits geöffneten oder beschädigten Deckel und einem ungewöhnlichen oder verdorbenen Geruch. Außerdem fehlt das “Knack-Geräusch” beim ersten Öffnen.
2026.4.19 Offenbar zweites manipuliertes Hipp-Glas im Umlauf
Ich bin einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Im Fall einer möglichen Erpressung mit vergifteten Babynahrungsgläsern von Hipp könnte ein zweites manipuliertes Glas im Burgenland verkauft worden sein.
“Wir gehen davon aus, dass zumindest noch ein zweites Glas unterwegs ist”, so Polizeisprecher Helmut Marban am Sonntag auf APA-Anfrage. Das Hipp-Glas könnte, so wie das am Samstag in Schützen am Gebirge im Bezirk Eisenstadt-Umgebung sichergestellte Glas, mit Rattengift versehen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt indes wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung.
Staatsanwaltschaft ordnet Untersuchung von sichergestelltem Hipp-Glas an
Das am Samstag in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sichergestellte Gläschen, dessen Inhalt bei einer Untersuchung positiv auf Rattengift getestet wurde, war bei Spar in Eisenstadt gekauft worden, bestätigte Marban. Auch das zweite Produkt, das sich noch im Umlauf befindet, soll von dort stammen. Auf dieses Geschäft dürfte sich auch ein Hinweis an die Ermittler bezogen haben, der nach anfänglichen Erhebungen in Deutschland auf behördlichem Weg zur heimischen Polizei gelangt war. In Tschechien und der Slowakei seien ebenfalls markierte Gläser polizeilich sichergestellt worden, hieß es bereits am Samstagabend in einer Aussendung.
Lokalisierung betroffener Orte und Handlungsempfehlungen
Indes hat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt Ermittlungen wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung aufgenommen, wie Behördensprecherin Petra Bauer am Sonntag auf APA-Anfrage mitteilte. “Eine genaue toxikologische Untersuchung des sichergestellten Glases wurde angeordnet”, sagte Bauer. Es gehe jetzt vorrangig “um Gefahrenabwehr”, skizzierte sie den derzeitigen Ermittlungsstand.
Keine Foto-Veröffentlichung von Hipp-Glas
Ein Foto des am Samstag sichergestellten Glases veröffentlicht die burgenländische Polizei indes nicht. Marban verwies hier auf die Gefahr möglicher Nachahmer, insbesondere hinsichtlich des weißen Aufklebers und des roten Kreises am Glasboden. Dass es in der Causa um Erpressung geht, bestätigte Marban nicht. Generell äußerte er sich auch nicht zu konkreten Ermittlungsschritten und möglichen Verdächtigen. Es gebe laufende Ermittlungen in Deutschland, “die ich nicht konterkarieren möchte”. Welche deutsche Region betroffen ist, ließ der Polizeisprecher ebenfalls offen.
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord bestätigte der APA inzwischen Ermittlungen in Deutschland. Zuvor hatte die deutsche Presseagentur dpa berichtet, dass die Kriminalpolizei Ingolstadt die Erhebungen führt und koordiniert und in engem Kontakt mit dem Unternehmen steht. Deutschland sei nicht von manipulierten Hipp-Gläschen betroffen. Hipp hat jedoch seinen Firmensitz in Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern. Weitere Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen laut dpa nicht genannt, auch eine Erpressung wurde nicht bestätigt. Gegenüber der APA hieß es seitens des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, dass am Sonntag keine Auskunft mehr zu dem Fall erteilt werde.
Weiterhin bittet die heimische Polizei auch um Hinweise unter der Telefonnummer +43-5913310-3333. Hier seien seit dem späten Freitagabend “viele Telefonate von besorgten Bürgerinnen und Bürgern eingegangen”, zog Marban Zwischenbilanz. Die Exekutive mahnte auch zur Vorsicht, vor allem in Bezug auf das möglicherweise manipulierte Behältnis, das noch im Umlauf sein dürfte. Die Bevölkerung solle “aufmerksam bleiben” und schauen, “ob vielleicht ein Glas in den letzten Tagen gekauft worden ist und man noch nicht darauf gekommen ist”, betonte Marban im APA-Gespräch. Nach aktuellem Ermittlungsstand seien verdächtige Produkte erkennbar an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden. Hinzu komme ein geöffneter oder beschädigter Deckel und ein fehlender Sicherheitsverschluss, wodurch das sogenannte Knack-Geräusch beim ersten Öffnen fehlt. Das bereits sichergestellte Produkt habe zudem in Konsistenz und Geruch verdorben gewirkt, skizzierte Marban.
Rückruf aller Babykostgläschen von Hipp bei Spar Österreich
Die Causa um den Rückruf aller Babykostgläschen von Hipp bei Spar Österreich war am späten Freitagabend bekannt geworden. Konkret geht es um den Artikel “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” 190 Gramm. Dass Rattengift beigemengt worden sein könnte, zeichnete sich ab Samstagabend ab, Gesundheitsministerium und Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sprachen daraufhin davon, dass “besondere Vorsicht geboten ist, bis der Fall vollständig aufgeklärt” ist.
Bei Spar wurden umgehend sämtliche Artikel “Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel” aus dem Sortiment genommen. “Bei 1.500 Filialen in Österreich war das eine ordentliche Menge”, sagte Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann am Sonntag auf APA-Anfrage. Noch keinen Überblick hat man bei Spar, wie viele Gläser zusätzlich von Konsumentinnen und Konsumenten in die Filialen zurückgebracht wurden.
Auf die Frage, ob ein Erpresserschreiben vorliegt und inwieweit es Bezüge zu einem deutschen Ermittlungsverfahren gibt, hielt sich die Sprecherin bedeckt. Dazu könne man “in Absprache mit der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen”, meinte Berkmann.
—
2026.5.4 Verfassungsschutzbericht: Rechtsextremisten und Islamisten größte Gefahr
Rechtsextremismus bleibt in absoluten Zahlen das größte Problem, die stärkste Zunahme gibt es bei islamistischem Extremismus. Linksextreme Tathandlungen sind zurückgegangen.
Rechtsextreme und Islamisten mögen auf den ersten Blick wenig Gemeinsamkeiten haben. Doch im Verfassungsschutzbericht für 2025 zeigen sich gleich mehrere Parallelen: Von den beiden extremistischen Strömungen geht die größte Gefahr für die österreichische Sicherheit aus.
„Besorgniserregend”: Anstieg bei Rechts- als auch islamistischem Extremismus
Sowohl Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) als auch Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) sind sich in dieser Einschätzung einig. Sie präsentierten den Bericht am Montag gemeinsam mit DSN-Direktorin Sylvia Mayer.
In absoluten Zahlen zeigen sich jedoch unterschiedliche Dimensionen: Beim islamistischen Extremismus und Terrorismus stieg die Zahl der Tathandlungen um 42,3 Prozent – von 215 im Jahr 2024 auf 306 im Jahr 2025.
Die Gefährdungslage in diesem Bereich sei weiterhin hoch und werde sich auch 2026 fortsetzen, so Mayer. Großveranstaltungen wie der Eurovision Song Contest (ESC) stünden daher weiterhin im Fokus der Sicherheitsbehörden, so die DSN-Direktorin.
Mit 1986 Tathandlungen bleibt der Rechtsextremismus das größte extremistische Phänomen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 33,6 Prozent.
Zwei Entwicklungen stechen im aktuellen Bericht positiv hervor: So sank die Zahl der linksextremen Tathandlungen von 214 (2024) auf 136 (2025). Dennoch betont Innenminister Karner in dem Zusammenhang, dass das Niveau weiterhin über den Jahren vor dem Hamas-Angriff 2023 liegt (2023: 97, 2022: 96).
Auch der auslandsbezogene Extremismus verzeichnete einen Rückgang – von 224 (2024) auf 153 (2025) Fälle. In 62 Tathandlungen (40,5%) wurde dabei ein Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt festgestellt. Grundsätzlich bedeutet auslandsbezogener Extremismus, dass extremistische Gruppen oder Personen Konflikte, Ideologien oder Ziele aus anderen Ländern nach Österreich tragen – zum Beispiel wenn Anhänger einer ausländischen Organisation hier Demonstrationen organisieren oder Gewalt im Namen eines Konflikts im Herkunftsland ausüben.
2026.4.30 Teils denkmalgeschützte Stallungen des Wiener Trabrennvereins Krieau in Brand gesteckt
Am 21. April kam es in den teilweise unter Denkmalschutz stehenden Stallungen des Wiener Trabrennvereins Krieau zu einem Brand, bei dem sechs Pferde gerettet werden mussten. Nur eine Woche zuvor kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Es gibt konkrete Hinweise zu versuchter Brandstiftung seitens eines 32-jährigen Mannes.
Am 21. April kam es gegen 2.20 Uhr zu dem Brand in den Stallungen des Wiener Trabrennvereins Krieau. An den Gebäuden entstand erheblicher Sachschaden.
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht der versuchten Brandstiftung. Wie sich herausstellte, kam es nur eine Woche zuvor, am 14. April am selben Grundstück zu einem Brand in einem abgestellten Container. Es wird in beiden Fällen gegen einen dringend tatverdächtigen 32-jährigen afghanischen Staatsangehörigen ermittelt.
—
2026.4.29 Lkw, Bombe, Giftgas – “Ich war bereit für Dschihad”
Ein 21-Jähriger aus NÖ soll einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant haben. Vor Gericht schildert er seine Radikalisierung.
Mit brisanten Aussagen hat am Landesgericht Wiener Neustadt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Terroristen begonnen. Der 21-jährige Beran A. aus Ternitz steht im Verdacht, einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien vorbereitet zu haben.
Vor Gericht zeigt er sich teilweise geständig und schildert offen seine damaligen Gedanken: “Ich war bereit für Dschihad und das waren die Orte, die ich besichtigen wollte. Ich habe auch die US-amerikanische Botschaft angeschaut. Dann habe ich mich für das Swift-Konzert entschieden.”
Die Aussagen geben einen tiefen Einblick in die Radikalisierung des jungen Mannes. Er habe sich intensiv mit möglichen Zielen beschäftigt und verschiedene Anschlagspläne durchgespielt. Auch Ideen, mit einem Lkw in Menschenmengen zu fahren oder Giftgas einzusetzen, seien Thema gewesen. Über den Messengerdienst Telegram habe er Kontakt zu radikalen Kreisen gehabt, die ihn weiter angestachelt hätten. Ein Gesprächspartner habe ihm etwa das Nervengas Sarin als besonders “effektiv” empfohlen.
Konkret kündigte der Angeklagte schließlich eine “Operation” rund um das Konzert an. Sollte es mit der Bombe und den Chemikalien nicht rechtzeitig klappen, wolle er es “mit dem Messer machen.” Den dafür nötigen Treueschwur legte er laut eigenen Angaben ab. “Ich hab TRTP hergestellt und wollte am 7. August probieren, das Sprengpulver von der Flüssigkeit zu trennen. Aber ich wurde dann verhaftet”, sagte er vor Gericht.
Der Prozessauftakt sorgte auch optisch für Überraschung. Statt des im Internet inszenierten, bedrohlichen Bildes mit Sturmhaube und Macheten wurde ein nervös wirkender junger Mann in den Saal geführt. Laut Beobachtern wirkte er unsicher, schwitzte stark und musste bereits in der Mittagspause sein Hemd wechseln.
Neben dem geplanten Anschlag in Wien wird ihm auch ein Vorhaben in Dubai angelastet. Dieses hätte zeitgleich mit Attacken in Istanbul und Mekka stattfinden sollen. Gemeinsam mit seinem Komplizen Arda K. (21) drohen ihm nun bis zu 20 Jahre Haft.
“Dschinn” und “Fettsack”
In seinen Aussagen schilderte Beran A. auch persönliche Hintergründe. In der Schule sei er gemobbt worden, sprach von Depressionen und davon, sich zeitweise von einem “Dschinn besessen” gefühlt zu haben. In dieser Phase sei er immer tiefer in radikale Ideologien abgerutscht. Der radikale Islam habe ihm ein Gefühl von Stärke gegeben, den Attentäter von Wien habe er bewundert – “In der Schule war ich ein Opfer. Die Leute nannten mich Fettsack”.
Terrorgefahr in Wien: Das waren die Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert
Auch in sozialen Netzwerken fiel er mit extremen Ansichten auf. Im Juli 2024 geriet er auf TikTok in Streit mit einem User um die Frage, ob man im Krieg Kinder und Frauen töten dürfe. Er vertrat die Meinung: “Wenn man aber mit einem Land verfeindet ist wie der IS mit Österreich, dann darf man da schon Anschläge machen.” Notizen mit religiösen Parolen und Kampfvorbereitungen unterstreichen laut Gericht die Ernsthaftigkeit seiner Pläne.
Seine Verteidigerin versuchte, den Geschworenen den Menschen hinter den Taten näherzubringen. Der Angeklagte selbst distanzierte sich teilweise von seinen früheren Aussagen und bezeichnete manche Gedanken heute als “schwachsinnig”. Der Prozess ist auf mehrere Tage angesetzt.
2026.4.28 “Fettsack genannt”: Swift-Attentäter klagt über Mobbing
Zu Beginn der Verhandlung zum verhinderten Swift-Anschlag sagte Beran A. aus, inszenierte sich als armes Mobbingopfer, stritt um Details.
Der Auftritt des furchteinflößenden Terror-Verdächtigen Beran A. (21) – er hatte sich mit Sturmhaube und Macheten inszeniert – wurde beim Prozessauftakt am Landesgericht Wiener Neustadt mit Spannung erwartet.
Die Überraschung war entsprechend groß, als sechs vermummte Beamte einen pummeligen jungen Mann in den Saal führten, der nervös lächelnd so schnell ins Schwitzen kam, dass er bereits in der Mittagspause sein durchnässtes Hemd tauschen musste.
Anschlag in Mekka
Dem jungen Mann aus Ternitz (NÖ) wird bekanntlich vorgeworfen, einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant zu haben. Aber auch ein Anschlagsversuch in Dubai wird ihm angelastet, der gleichzeitig mit koordinierten Attacken seiner “Karawane” in Istanbul und Mekka stattfinden sollte.
Wegen terroristischer Straftaten und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation drohen ihm und seinem mitangeklagten Komplizen Arda K. (21) 20 Jahre Haft – er verantwortete sich teilweise geständig.
“Beten, beten, kampfbereit anziehen”
Nach dem gescheiterten Anschlagsversuch in Dubai habe er sich sehr schlecht gefühlt, sagt Beran A. Dann sah er sich am 17. März ein Bombenbau-Video an, das er geschickt bekommen hatte. Er machte sich eine Einkaufsliste. “Ich dachte mir ich bau die Bombe nach, es war wie ein Experiment. Ich wollte es irgendwo im Wald anzünden.”
Weitere Notizen mit “beten, beten, kampfbereit anziehen, bei Familie verabschieden” würden für ihn heute “keinen Sinn” mehr ergeben. Dennoch gestand er ein: “Ich wollte damals alles über Dschihad wissen, wurde immer tiefer in die Ideologie hineingezogen, sonst “bin ich im Höllenfeuer”.
Im Visier: Kino, Gay-Bar, Botschaft
Er hatte immer die Stimme seines Freundes im Kopf, der in Mekka verhaftet wurde. Im Juli 2024 geriet er auf TikTok in Streit mit einem User um die Frage, ob man im Krieg Kinder und Frauen töten dürfe. Er vertrat die Meinung: “Wenn man aber mit einem Land verfeindet ist wie der IS mit Österreich, dann darf man da schon Anschläge machen.”
Sogar Anschlagsziele wurden notiert. “Ich war bereit für Dschihad und das waren die Orte, die ich besichtigen wollte. Ich habe auch die US-amerikanische Botschaft angeschaut. Dann habe ich mich für das Swift-Konzert entschieden.”
Terrorgefahr in Wien: Das waren die Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert
So winselte er vor Gericht weiter:
“In der Schule war ich ein Opfer. Die Leute nannten mich Fettsack”, führte der 21-Jährige jammernd aus. Wegen Depressionen habe er damals gedacht, er sei von “einem Dschinn besessen”, ließ in einer Wiener Moschee sogar eine Art Teufelsaustreibung vornehmen. “Das war schwachsinnig.”
Der radikale Islam habe ihm später Selbstbewusstsein gegeben, den Attentäter von Wien habe er regelrecht bewundert. “Er war einer von uns.” Er habe sich in frauenverachtenden Gewaltfantasien verirrt, die Welt in gläubig und ungläubig eingeteilt. Verteidigerin Anna Mair versuchte, den Geschworenen den Menschen hinter dem Bild des Terroristen zu zeigen – mit mäßigem Erfolg. Der Prozess ist auf fünf Tage angesetzt. Die Unschuldsvermutung gilt.
—
2026.4.27 Nikotinsucht am häufigsten, Opioidmissbrauch unter Mädchen nimmt zu
Der Drogenkonsum bleibt in Österreich stabil, aber die Suchtmittel verändern sich bzw. es kommen neue hinzu. Nikotin ist weiterhin die häufigste Suchtform, bei Mädchen ist eine Zunahme bei Opioidmissbrauch zu beobachten.
Nikotinsucht ist die am weitesten verbreitete Sucht in Österreich, allerdings sind schon länger nicht mehr nur Zigaretten die Ursache. Vor allem neuartige Nikotinprodukte wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel werden konsumiert.
2026.4.23 NÖ: Gräber in Gemeinde Pottendorf beschädigt
Ähnlich gelagerte Vorfälle gab es in der Vergangenheit in mehreren Regionen von Niederösterreich. ©APA/HANS KLAUS TECHT (Symbolbild)
In Niederösterreich wurden wieder Gräber beschädigt. Ort des Geschehens war die Gemeinde Pottendorf.
In Niederösterreich sind erneut Gräber beschädigt worden. Es gehe um sieben Fälle in Pottendorf (Bezirk Baden) und einen Fall in der Pottendorfer Katastralgemeinde Wampersdorf, bestätigte Polizeisprecher Kevin Stacherl am Donnerstag auf Anfrage Medienberichte. Ermittelt werde wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls und der Störung der Totenruhe.
Ob Wertgegenstände aus den Grabstellen in der Gemeinde Pottendorf gestohlen worden waren, war vorerst nicht bekannt. Zahlreiche ähnlich gelagerte Vorfälle gab es zuletzt in mehreren Regionen des Bundeslandes. Die Kriminellen sind bisher neben dem Bezirk Baden in den Bezirken Tulln, Mistelbach, Krems, Korneuburg und Bruck an der Leitha ans Werk gegangen. Da bei einigen Leichen Zähne fehlten oder Teile des Kiefers herausgebrochen waren, dürften Goldzähne gestohlen worden sein, hatte die Exekutive zuletzt betont. Gebeten wird um Hinweise an jede Polizeidienststelle oder an das Landeskriminalamt (Tel.: 059 133 30-3333).

Zu dem Diebstahl kam es bereits am 1. März 2026 in der Endstation Leopoldau, nachdem der Besitzer zuvor in der Wiener S-Bahn eingeschlafen war. Der auf den Fotos ersichtliche Mann soll dem Opfer eine wertvolle Armbahnuhr gestohlen haben, indem er ihm den Jackenärmel aufschnitt.
Um 2.05 Uhr stieg das Opfer in Wien-Praterstern in eine Schnellbahn in Richtung Leopoldau – und schlief ein. Wie auf Lichtbildern ersichtlich, wurde dem schlafenden Opfer schließlich in der Endstation Leopoldau der linke Ärmel seiner Jacke aufgeschnitten und eine Armbahnuhr im Wert eines niedrig fünfstelligen Betrags gestohlen. Der gesuchte Mann verließ die S-Bahn in der Endstation und flüchtete in unbekannte Richtung. Er hat schwarze Haare und trug eine graue Hose, eine schwarz/weiß gemusterte Jacke sowie weiß/graue Sportschuhe.
Zeugen, denen der Tatverdächtige vor, während oder nach seiner Flucht aufgefallen ist, werden gebeten sich mit der Wiener Polizei in Verbindung zu setzen. Hinweise werden (auch anonym) unter der Telefonnummer 01-31310-64344 entgegen genommen.

Das Straflandesgericht Wien hat die Untersuchungshaft gegen den Tiroler Investor René Benko um zwei weitere Monate bis 16. Juni verlängert.
Das Gericht gehe weiterhin von “dringendem” Tatverdacht und Tatbegehungsgefahr aus, heißt es in einer Aussendung am Freitag. Gegen den Beschluss könne binnen drei Tagen Beschwerde eingereicht werden. Benko hatte auf eine Durchführung der Haftprüfungsverhandlung verzichtet.
Wien. Als Grund für die Entscheidung auf den Verzicht der Verhandlung nannte sein Anwalt Norbert Wess zwei Kritikpunkte: Einerseits habe die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ihre Stellungnahme zur Verlängerung der U-Haft erst spät zugestellt.
Andererseits sehe sich Benko durch die jüngste Medienberichterstattung zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) vorverurteilt. Der OGH hatte Anfang des Monats eine Grundrechtsbeschwerde Benkos im Zusammenhang mit seiner U-Haft abgewiesen.
Die WKStA wies den Vorwurf, die Stellungnahme zu spät zugestellt zu haben, zurück. WKStA-Sprecher Martin Ortner sagte auf APA-Anfrage: “Wir haben dem Gesetz voll entsprochen. Es gibt im Gesetz keine Verpflichtung zur Abgabe einer solchen Stellungnahme.”
x1200

Die Polizei hat am Freitag ein Phantombild eines Mannes veröffentlicht, der in Traismauer und Herzogenburg (BezirkSt. Pölten) drei Mädchen belästigt haben soll.
Der Unbekannte soll im März weibliche Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren angesprochen und sie gefragt haben, ob er ihre Füße sehen dürfe oder ob sie sich etwas dazuverdienen möchten. Hinweise wurden an die Polizeiinspektion Herzogenburg (Tel.: 059133/3165) erbeten.
Zunächst soll der Unbekannte am 3. März gegen 18.30 Uhr eine 15-Jährige auf dem Heimweg vom Bahnhof Traismauer gefragt haben, ob er ihre Füße sehen dürfe oder sie nach Hause fahren solle. Als das Mädchen ablehnte, soll er sie kurz am Unterarm gepackt haben. Außerdem soll er die Teenagerin mit einem Pkw verfolgt haben, bevor er Richtung Herzogenburg davonfuhr.
14-Jährige wurde am Oberschenkel berührt
Eine 17-Jährige wurde von dem Unbekannten am 18. März beim Bahnhof Herzogenburg angesprochen. Die Jugendliche verneinte ebenfalls die Fragen, ob er ihre Füße sehen dürfe bzw. ob sie “schnelles Geld” verdienen möchte, und ging nach Hause. Zwei Tage später soll der Verdächtige gegen 19.00 Uhr in Oberndorf in der Ebene, einem Teil von Herzogenburg, eine 14-Jährige angesprochen und ihr über den Oberschenkel gestreichelt haben.
Die drei Personenbeschreibungen stimmen weitgehend überein, berichtete die Polizei. Der Gesuchte soll etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß sein, kurze braune Haare sowie grüne oder blaue Augen und eine helle Hautfarbe haben. Er sprach niederösterreichischen Dialekt und trug bei dem Vorfall in Traismauer eine blitzblaue Jacke mit orangefarbenem Reißverschluss. Der Verdächtige soll mit einem schwarzen, größeren Fahrzeug mit getönten Scheiben im hinteren Bereich unterwegs gewesen sein.

Zwei unbekannte Frauen stehen in Verdacht, am 17. Februar 2026 am Flughafen Wien-Schwechat mehrere Wertgegenstände und Bargeldbestände gestohlen zu haben. Der Gesamtwert des Diebesgutes beläuft sich auf einen fünfstelligen Eurobetrag.
Die Fotos zeigen zwei unbekannte Frauen, die wegen des Verdachts des schweren Diebstahls am Flughafen Wien-Schwechat von der Landespolizeidirektion Niederösterreich gesucht werden.
Sachdienliche Hinweise werden vom Kriminaldienst des Flughafens Wien-Schwechat unter der Telefonnummer 05133 362215 entgegen genommen.
2026.3.31 Fast jeder zweite Tatverdächtige kommt aus dem Ausland
Die neue Kriminalstatistik lässt tief blicken. Der Anteil ausländischer Verdächtiger liegt bei knapp 50 Prozent, die Jugendkriminalität steigt an.
Die neue Kriminalstatistik sorgt für Diskussionen: Fast jeder zweite Tatverdächtige in Österreich hat keinen österreichischen Pass. Gleichzeitig registriert die Polizei einen deutlichen Anstieg bei jungen Tätern – besonders bei 10- bis 14-Jährigen.
Leichter Anstieg bei Anzeigen
Innenminister Gerhard Karner, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer, präsentierten am 31. März 2026 im Innenministerium die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik für das Jahr 2025.
Der Innenminister sagte: “Die polizeiliche Anzeigenstatistik gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, Trends sowie besondere Auffälligkeiten und dient als Handlauf für strategische und operative Maßnahmen der Polizei.” Neben einem Überblick sowie Rückgängen und Auffälligkeiten würden insbesondere die Schwerpunkte der Anzeigenstatistik näher erläutert werden, ergänzte Karner.
So wurden im Jahr 2025 538.656 Anzeigen erstattet – ein Anstieg um 4.463 Anzeigen bzw. 0,8 Prozent gegenüber 2024. Die Aufklärungsquote konnte auf 53,6 Prozent weiter gesteigert werden.
47,7 % ohne österreichischen Pass
Es wurden 345.095 Tatverdächtige ausgeforscht, davon 180.493 österreichische Staatsbürgerinnen und -bürger sowie 164.573 ausländische Tatverdächtige – ein Anteil von 47,7 Prozent. Bei Tatverdächtigen ohne österreichische Staatsbürgerschaft stehen Personen aus Rumänien, Syrien und Deutschland an der Spitze.
Mit 163.685 Anzeigen hat sich die Eigentumskriminalität in den letzten beiden Jahrzehnten halbiert. Besonders stark ist der Rückgang bei Wohnraumeinbrüchen (Wohnung und Wohnhaus), aber auch beim Kraftfahrzeugdiebstahl – die in früheren Jahren Problemfelder darstellten.
2025 wurden 63.459 Internetdelikte angezeigt – eine Steigerung um 1,8 Prozent. Ein Hauptproblem bleibt dabei nach wie vor der Online-Betrug. Allerdings wird das Internet auch häufiger als Tatmittel verwendet, wie zum Beispiel für den betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauch.
Täter werden immer jünger
Bei der Jugendkriminalität ist ein neuerlicher deutlicher Anstieg bei zehn- bis 14-jährigen Tatverdächtigen zu erkennen – fast eine Verdopplung der Anzeigen seit 2021. 51,3 Prozent davon sind ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, auffällig viele syrische Jugendliche.
Ein Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Bekämpfung der Internetkriminalität, insbesondere durch verstärkte Spezialisierung, den Ausbau internationaler Zusammenarbeit sowie eine enge Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Telekommunikation.
Gleichzeitig wird die erfolgreiche Strategie zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität konsequent fortgeführt – insbesondere durch gezielte Schwerpunktaktionen, internationale Vernetzung und verstärkte Präventionsarbeit.
Ein weiterer Fokus liegt auf der frühzeitigen Erkennung und Aufdeckung von Kontrolldelikten, wie etwa dem Sozialleistungsbetrug, durch verbesserte Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen.
Ziel bleibt es, Kriminalität wirksam zu bekämpfen, präventiv zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.
2026.3.30 Nach tödlichem Sturz von Balkon in Salzburg: Polizei ermittelt
SALZBURG. Nach einem tödlichen Sturz eines Mannes von einem Balkon im siebenten Stock eines Hauses in der Stadt Salzburg am 16. März ermittelt die Polizei in alle Richtungen.
Gesucht werden Zeugen, die zu der nächtlichen Feier in der Wohnung Angaben machen können. “Grundsätzlich gehen wir von einem Unfall- oder Suizidgeschehen aus. Um alles restlos aufzuklären, wurde ein Zeugenaufruf unter den Bewohnern und Bewohnerinnen des Hauses gestartet”, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber.
Körperliche Auseinandersetzung vor Sturz?
Der Mann sei gegen Mitternacht von dem Balkon gestürzt, bestätigte Wolfgruber am Montag einen aktuellen Bericht des ORF Salzburg. Mehrere Personen hielten sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung des Mehrparteienhauses in der Fanny-von-Lehnert-Straße auf, offenbar soll dort laut gefeiert worden sein. Mutmaßlich sei es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Während der Feier hätten sich Personen nicht nur in der Wohnung, sondern auch auf dem Balkon aufgehalten.
Die bisherigen Befragungen von Zeugen hätten nicht lückenlos zur Aufklärung der Causa beigetragen, sagte Wolfgruber. Deshalb kann eine Gewalttat noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
2026.3.30 Wienerin (32) attackierte Spitalsarzt mit Säure
Riesenschock im Hanusch-Krankenhaus: Am 3. Dezember marschierte eine 32-Jährige mit einem Kanister stark stinkender Flüssigkeit in einen Behandlungsraum – Buttersäure! Die schüttete sie ihrem Arzt ins Gesicht. „Ich wollte ihn zum Stinken bringen“, meint sie im Wiener Landl.
„Es war ein extrem unangenehmer Geruch – wie Erbrochenes“, erinnert sich der Arzt im Zeugenstand an den 3. Dezember zurück. Eine Stammpatientin betrat das Behandlungszimmer im Hanusch-Krankenhaus. Es war eine ganz normale Kontrolluntersuchung. Die 32-Jährige leidet seit Jahren an Morbus Crohn – einer chronischen Entzündung des Verdauungstraktes. „Die letzten Termine mit ihr waren schon ungewöhnlich“, so der Mediziner.
Patientin erhielt sogar Sonderbehandlung
Immer wieder sagte sie: „Ich möchte ernst genommen werden!“ Dabei erklärt der 40-Jährige dem Richter im Wiener Landesgericht, dass sich sein ganzes Team stets um die junge Frau bemüht hätte: „Wir haben mehr für sie getan als ganze Ambulanz als für andere Patientinnen.“ Von ihr kamen an jenem Tag lediglich aggressive, schnippische Antworten.
Da hab’ ich realisiert, das ist Säure!
Verletzter Arzt im Wiener Landl
Als die Kontrolle zu Ende war: „Ich hab’ gesehen, wie sie einen Kanister auf den Tisch stellte und ihn aufschraubte. Ich hab’ mir nicht viel dabei gedacht“, so der Arzt. Plötzlich schüttete die 32-Jährige ihm eine klare, übel riechende Flüssigkeit ins Gesicht. „Da hab’ ich realisiert, das ist Säure!“, berichtete der Mediziner von dem Schockerlebnis. „Ich dachte, ich werde blind. Und wenn ich nicht blind werde, bin ich entstellt. Wer weiß, wie verätzt ich im Rachen bin“, lässt er seine damaligen Gedanken Revue passieren.
„Wollte Arzt zum Stinken bringen“
Herr Rat konfrontiert die Angeklagte: „Das verursacht schwere Verletzungen der Haut und Augenschäden. Das steht da ganz groß drauf.“ Und zeigt ihr ein Bild des Kanisters, mit dem sie einfach ins Hanusch-Krankenhaus marschierte. Wie sie an die Buttersäure gekommen ist, bleibt offen. „Seit meiner Diagnose habe ich viele Ängste, Sorgen und Bedenken“, erklärt die zierliche 32-Jährige. Und die habe sie auf ihren Arzt projiziert. „Ich war eingenommen von der Idee, ihn zum Stinken zu bringen. Ich hab‘ die Buttersäure unterschätzt.“
Meine Mandantin bereut sehr, was im Krankenhaus passiert ist.
Verteidiger Noah McElheney
Bild: Kanzlei MPW Rechtsanwälte
Glücklicherweise entstanden bei dem 40-Jährigen keine bleibenden Schäden, er wurde sofort auf der Augenambulanz behandelt. Auch zwei Pfleger und ein Medizinstudent hatten nur leichte Folgen. „Sie bereut sehr, was im Krankenhaus passiert ist“, sagt ihr Verteidiger Noah McElheney. Bei seiner Mandantin habe sich eine extreme Frustration wegen ihrer Erkrankung entwickelt. Das, gepaart mit einer diagnostizierten Soziophobie, hätte sie zu dieser Wahnsinnstat getrieben.
Seitdem befindet sich die Wienerin in psychologischer Behandlung. Das Gutachten kommt zum Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Unterbringung wegen Gefährlichkeit „noch nicht“ erfüllt sind. Dennoch: „Das ist eine massive Tat, bei der mehrere Opfer zu Schaden gekommen sind“, begründet der Richter das Urteil von zwei Jahren bedingter Haft. Dem verletzten Arzt muss sie außerdem 1800 Euro zahlen. Dem Hanusch-Krankenhaus 13.566 Euro – der gesamte Behandlungsraum musste erneuert werden.
2026.3.30 30-Jähriger attackierte Lebensgefährtin in Wien-Floridsdorf
Am Sonntag kurz vor Mittag hat ein Mann in einer Wohnung in Wien-Floridsdorf seine Lebensgefährtin gewürgt und geschlagen. Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger zerstörte der Aggressor zusätzlich das Mobiltelefon seiner Freundin.
Eine Nachbarin hörte Schreie nach Hilfe aus der angrenzenden Wohnung und rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, war der 30-jährige Mann nicht mehr vor Ort. Die Polizei konnte den Mann im Rahmen einer sofortigen Fahndung bei einem Bekannten festnehmen.
Betretungs- und Annäherungsverbot nach Attacke auf Lebensgefährtin in Wien-Floridsdorf
Er bestätigte zwar einen lautstarken Beziehungsstreit, gestand die ihm zur Last gelegten Taten aber nicht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er auf freiem Fuß angezeigt, außerdem verhängten die Beamten über ihn ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot. Haßlinger zufolge dürfte in der Auseinandersetzung auch Alkohol eine Rolle gespielt haben.
2026.3.29 Dealer (29) in Haft – hatte eigene Canabis-Plantage
Ein 29-Jähriger aus Klagenfurt soll zwischen Jänner und Dezember 2025 hunderte Gramm Drogen an Abnehmer verkauft haben – Cannabis, Kokain und Heroin.
In seiner Wohnung hortete ein 29-Jähriger Drogendealer riesige Mengen Cannabis, Heroin und Kokain – und verkaufte sie über Monate hinweg an Freunde und Fremde. Erst eine Hausdurchsuchung Anfang Dezember brachte das illegale Geschäft ans Licht.
Hunderte Gramm Drogen
Laut Ermittlungen soll der 29-Jährige über fast ein Jahr hinweg an seiner Wohnadresse mehrere hundert Gramm Cannabis, etwa zehn Gramm Kokain sowie rund zehn Gramm Heroin gewinnbringend verkauft haben – sowohl an bekannte als auch unbekannte Abnehmer. Weiters wird er beschuldigt, am 04.12.2025 im Zuge einer bei ihm durchgeführten, von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angeordneten, Hausdurchsuchung rund 396 Gramm Heroin und circa 1870 Gramm Cannabis für den gewinnbringenden Weiterverkauf besessen zu haben.
Plantage in der Wohnung
Darüber hinaus betrieb der Mann offenbar eine Indoor-Cannabisplantage. Die genaue Menge der geernteten und verkauften Pflanzen ist bislang nicht bekannt. Der Beschuldigte ist zu den Vorwürfen teilweise geständig, die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde bereits eingebracht.
2026.3.29 “Zu wenig Lohn” – Pfleger bestahl demenzkranke Frauen
Hilflos und demenzkrank – zwei ältere Frauen wurden von ihrem eigenen Pfleger bestohlen. Ein 58-jähriger Rumäne nutzte das Vertrauen aus.
Sie waren auf Hilfe angewiesen, er nutzte es aus: Ein 58-jähriger rumänischer Pfleger gestand vor dem Landesgericht Feldkirch, zwei hilfsbedürftige Frauen bestohlen zu haben.
Eines der Opfer leide an schwerer Demenz und vergesse immer wieder, wo sie ihre Dinge hingelegt habe –ihr wurde Pflegestufe sechs zugesprochen. Genau das soll sich der Angeklagte zunutze gemacht haben – er entwendete mehrere Wertgegenstände. Nach dem gleichen Muster stahl er auch bei einer zweiten Frau – hier erlangte er mit einem widerrechtlich besorgten Schlüssel Zugang zu einer Schmuckschatulle.
Diebstähle wegen niedrigem Lohn
“Ich will nur meine Ruhe”, erklärte der Mann bei der Befragung. Er gab die Diebstähle zu, klagte jedoch, er sei nicht fair bezahlt worden. Für 28 Arbeitstage sollten ihm 95 Euro pro Tag zustehen, tatsächlich habe er 35 Tage gearbeitet und sei danach auf die Straße gesetzt worden.
Weitere Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung wurden fallengelassen, nachdem Blutuntersuchungen keinerlei Hinweise lieferten, wie “Vorarlberg Online” berichtet.
Bedingte Haft und Geldstrafe
Das Gericht verurteilte den Pfleger zu fünf Monaten bedingter Haft und einer unbedingten Geldstrafe von 800 Euro. Den größten Teil der Beute konnte man den Frauen zurückgeben, 105 Euro muss der Verurteilte noch erstatten. Mildernd wirkten das Geständnis und seine bisherige Unbescholtenheit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Vorwürfe gegen den DJ im Wiener Landl sind hässlich: Er postete monatelang Fotos und Videos, in denen er drei Aktivistinnen und einen Reality-Star beleidigte und ihnen Straftaten vorwarf. Von einer jungen Frau postete er sogar Nacktbilder. Der Konflikt scheint aber auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Der 46-Jährige fasst jedenfalls eine bedingte Haftstrafe aus.
Er war einst ein gefeierter DJ in der Techno-Szene, jetzt bleiben die Aufträge aber aus. „Das ist die Folge der Verfolgung vor zweieinhalb Jahren“, empört sich Dennes Deen vor dem Richter im Landl. 2023 war der 46-Jährige in einen Missbrauchsskandal verwickelt, die Ermittlungen wurden eingestellt. Das geschädigte Image in der Szene sei aber geblieben.
Bewusstsein für Übergriffe
Unter dem Hashtag #TechnoMeToo haben im September 2023 die Aktivistin und Party-Veranstalterin Frederika Ferková und die DJ Sabrina Geißler ein Bewusstsein für Übergriffe auf Frauen, trans und nonbinäre Personen im Wiener Nachtleben geschaffen. Im Zuge dieser Aktion wurde beispielsweise ein 29-jähriger DJ verurteilt, der sich an hilflosen Frauen vergangen hat.
Straftaten vorgeworfen und Nacktfotos gepostet
Bei Dennes Deen hielten die Vorwürfe nicht, doch sein Ärger blieb. Und dem machte er ordentlich Raum auf seinen Social-Media-Profilen. Die beiden Frauen beschimpfte er online, warf ihnen selbst schwerste strafbare Handlungen vor – und postete von Ferková, vertreten von Anwalt Philipp Springer, sogar Nacktbilder. Ebenfalls ins Visier geriet ein österreichischer Reality-Star und eine Ex-Grünen-Abgeordnete. Auch ihnen warf der DJ teils schwere Verbrechen vor, teils Sexualverbrechen.
Ohne die Ernsthaftigkeit zu schmälern. Das ist wie bei Kindern, die in der Sandkiste sitzen und sich gegenseitig mit Sand bewerfen.
Verteidiger Marcus Januschke spricht von einem beidseitigen Konflikt.
Das erfüllt den Tatbestand der Beleidigung und der Üblen Nachrede, urteilt der Richter. „Lassen Sie das sein!“, rügt er den Angeklagten, der gelobt, nichts mehr in die Richtung in sozialen Medien zu posten. „Er will heute einen Schlussstrich drunter ziehen“, sagt auch Verteidiger Marcus Januschke. Sechs Monate bedingte Haft fasst sein Mandant aus. Den Opfern muss er insgesamt 5700 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
2026.3.4 Ott-Prozess: Takacs sagt zu Bootsunfall aus

Der Spionage-Prozess gegen Egisto Ott und einen mitangeklagten Polizisten wurde am Mittwoch mit Zeugenbefragungen fortgesetzt. Bundespolizeidirektor Takacs berichtete von einem Bootsunfall 2017, bei dem Handys von hohen Beamten des Innenministeriums ins Wasser fielen und möglicherweise über Ott an den russischen FSB gelangten.
Während eines Teambuilding-Events unternahmen die Beamten eine Kanufahrt. “Mein Kanu ist dann gekentert”, erklärte Takacs. Sein Diensthandy ging daraufhin verloren. Ein ähnliches Schicksal traf die Geräte von Gernot Maier, der zu dieser Zeit Migrationsreferent im Büro des damaligen Innenministers Wolfgang Sobotka (ÖVP) war, sowie von Michael Kloibmüller, dem früheren Kabinettschef im Innenministerium. Takacs war damals als Fachreferent im Ministerium tätig. Er betonte, dass sich auf seinem Handy mit Sicherheit Daten befanden, die für ausländische Dienste von Interesse hätten sein können.
Ott-Prozess: Zweitangeklagter beauftragt, Daten zu retten
Daraufhin habe er sich direkt an den zweitangeklagten Polizisten, einen Forensiker, gewandt, um die Daten wieder herzustellen. Das Diensthandy habe er auch für private Zwecke, etwa Fotos, verwendet. “Wir waren damals junge Familienväter”. Nach “einiger Zeit” sei ihm mitgeteilt worden, dass das Handy nicht mehr zu retten sei. Ein neues Handy habe er schon währenddessen bekommen. “Das alte habe ich angenommen wurde ausgetragen, rückgegeben und vernichtet”.
Der Vorwurf, dass er den Dienstweg nicht eingehalten habe, weil er sich direkt an den Forensiker gewandt habe, sei “absoluter Schwachsinn”. Das Kabinett im Innenministerium sei schließlich “in der Hierarchie ganz oben”. Die Anklage wirft dem Forensiker vor, die Auswertungen an Ott weitergegeben zu haben, der sie an von dem Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek beauftragte Männer übergeben haben soll. Der Zweitangeklagte selbst behauptet, die Handys seien bei der ominösen BVT-Razzia am 28. Februar 2018 verschwunden und seither verschollen. Für Takacs sei klar: “Ich habe daraus gelernt, ich geb sicher keine Handys mehr ab.”
Ex-Generalsekretär im Außenministerium in Ott-Prozess befragt
Danach wurde der ehemalige Generalsekretär im FPÖ-geführten Außenministerium, Johannes Peterlik, befragt. Er leitete Ott im Mai 2019 eine Signal-Nachricht weiter, wonach die “Strache Videos” (das Ibiza-Video, Anm.) “laut I vom Griedling BVT Umfeld” (sic; Ex-BVT-Direktor Peter Gridling, Anm.) kommen würden. Gleich zu Beginn hielt Peterlik fest, dass sowohl die strafrechtlichen als auch die dienstrechtlichen Verfahren in dieser Causa gegen ihn eingestellt wurden. Ott antwortete damals nach wenigen Minuten: “Wenn das war ist, dann krachte im Gebälk. In Frage kämen: ” (sic) und nannte Peterlik die Namen einiger BVT-Beamter, die diesem zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt waren, wie er heute festhielt. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine Verletzung des Amtsgeheimnisses. Wie auch schon in seiner Beschuldigteneinvernahme meinte Peterlik heute, die Namen “gar nicht wahrgenommen” zu haben. Mit Ott sei er “weder verwandt oder verschwägert noch befreundet”, wie er mehrmals festhielt.
Die Befragung des ehemaligen Generalsekretärs unter der damaligen Außenministerin Karin Kneissl war nach wenigen Minuten wieder vorbei. Peterlik wird sich aber in knapp zwei Wochen selbst auf der Anklagebank verantworten müssen. Ihm wird zur Last gelegt, ohne Erfordernis einen als “geheim” klassifizierten Bericht u.a. zum Nervengift Nowitschok angefordert und Ott interne Dokumente zugänglich gemacht zu haben, weshalb er ab 17. März vor Gericht steht.
Ott-Prozess: Abfragen in der Türkei Thema
Ganz anders sah die Beziehung zum dritten Zeugen am heutigen Mittwoch aus. “Egisto Ott war für mich immer ein guter Freund und ist ein guter Freund”, sagte der Uni-Professor, der im Wege eines Videocalls befragt wurde. Die beiden kennen sich aus Otts Zeit als Verbindungsbeamte in Ankara. Er hätte Ott “in jeder Hinsicht” bezüglich der Türkei unterstützt. Laut Staatsanwaltschaft soll Ott über den Zeugen türkische Polizeibeamte rechtswidrig dazu veranlasst haben, Abfragen aus dem türkischen Grundbuch zu tätigen, und dafür auch hundert Euro pro Abfrage bezahlt haben.
Diese Unterstützung bestand etwa darin, dass er Otts Bitten nach Abfragen an seinen Cousin, einen pensionierten Polizeibeamten weiterleitete und später die beiden einander vorstellte. “Im Grunde habe ich einem Freund meinen Cousin anvertraut”. Die abzufragenden Personen kannte er auf Nachfrage des Richters nicht. 2011 sei er wieder nach Österreich zurückgekehrt und wollte auch deshalb, dass sein Cousin Ott “unterstützt”. Da Ott nicht Türkisch spreche und sein Cousin weder Deutsch noch Englisch, habe er übersetzt.
Richter zeigt Sina-Laptops in Ott-Prozess her
Einen weiteren Themensprung machte der Prozess dann am Mittwochnachmittag, nämlich zu den SINA-S-Laptops der Firma Seconet. Über Ott soll ein solches Gerät mit brisanten geheimdienstlichen Informationen eines EU-Staates über Marsalek seinen Weg zum FSB gefunden haben. Ott soll dafür 20.000 Euro bekommen haben. Ein Weiterverkauf der Geräte ist grundsätzlich untersagt.
Als Zeuge geladen war dazu der Herausgeber eines Online-Mediums geladen, der für seine Redaktion fünf Stück davon zu je 6.000 bis 7.000 Euro gekauft hatte. Derzeit befinden sich zwei der Geräte bei der Staatsanwaltschaft, zwei bei ihm selbst und einer sei unauffindbar. Was so einen Laptop ausmache, wollte der Richter dann wissen. Neben zwei Passwörtern und einem Pinncode brauche man auch einen Schlüssel, ähnlich einer Scheckkarte, um diesen nutzen zu können. “Es ist ein sicherer Laptop, aber jetzt nichts Ungewöhnliches. Theoretisch kann jeder von Ihnen so einen kaufen”.
Allerdings sei das Modell, das er gekauft hatte, das einzige, das für Zivilpersonen zugänglich sei. Die anderen richten sich laut dem ehemaligen Offizier an Militär und Staaten. Einen der beiden Laptops, die derzeit bei der Justiz sind, packte der Richter dann aus einem Karton aus und stellte fest: “Der sieht eigentlich aus wie meiner auch.” Das sah auch der Zeuge so: “Wie jeder normale Lenovo.”
Von den fünf gekauften Geräten habe er drei im Spätherbst 2022 an Ott übergeben, da geplant war eine Redaktion aufzubauen zu der auch Ott gehören sollte. “Ich habe ihm aber nie einen Cent überwiesen.” Einer der Laptops sei für Ott gedacht gewesen, einer für dessen “Quelle”, um sichere Kommunikation zu gewährleisten und ein dritter als Back-Up. Er habe darauf spekuliert, dass das Verfahren gegen Ott eingestellt werde. “Ich war der Meinung er ist unschuldig, und bin es nach wie vor”. Zuletzt wollte die Staatsanwaltschaft noch wissen, ob der Zeuge Schadensersatz für den abhandengekommenen Laptop, der sich ihm zufolge “irgendwo in Deutschland” befinde, haben wollte. “Wir haben uns außergerichtlich geeinigt”, hielt er fest, ohne zu sagen, wie diese Einigung ausgesehen hatte. Geld habe er von Ott keines bekommen.
Ott: “Sie tun schon wieder dichten”
Nachdem die Laptops bei ihm sichergestellt wurden, wollte der Richter von Ott wissen: “Was sollen wir denn damit tun, wenn es irgendwann mal soweit ist?” Ott antwortete, sie sollten wieder dem Herausgeber zurückgegeben werden: “Sie gehören ihm!” Die Staatsanwaltschaft wollte nicht, dass vorschnelle Entscheidungen getroffen werden: “Wir wissen nicht, was die Überraschungen sind, die Herr Ott angekündigt hat”, woraufhin zwischen der Behörde und dem Angeklagten eine kurze Diskussion entfachte. “Ich habe keine Überraschungen angekündigt, Sie tun schon wieder dichten”, richtete er sich an den Staatsanwalt.
Fortsetzung von Ott-Prozess am Donnerstag
Auf Verlangen der Staatsanwaltschaft wurden zum Schluss noch zahlreiche Chats verlesen, etwa zwischen Ott und dem untergetauchten Ex-BVT-Abteilungsleiter Martin Weiss oder mutmaßlich Jan Marsalek und Orlin Roussev, dem Anführer eines bulgarischen Spionagerings, der 2025 in London zu über zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Fortgesetzt wird der Prozess am morgigen Donnerstag mit weiteren Verlesungen. Mit einem Urteil ist noch länger nicht zu rechnen, der nächste Termin ist dann am 20. April, danach dürfte es erst im Juni weitergehen. Jedenfalls soll noch Kloibmüller als Zeuge befragt werden, auch darüber ob versucht wird, Roussev zu laden, wird noch entschieden werden.

Ein bislang unbekannter Mann hat Anfang Dezember 2025 in zwei Wiener Banken mit einem gefälschten tschechischen Personalausweis Bargeld behoben.
Die Taten ereigneten sich innerhalb nur eines Tages. Bei zwei erfolgreichen Abhebungen erlangte der Verdächtige einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Beim dritten Versuch wurde jedoch ein Bankmitarbeiter misstrauisch und erkannte die Fälschung des Ausweises. Der Mann ergriff daraufhin die Flucht – nicht jedoch, ohne deutlich erkennbare Bilder seines Gesichts auf den Überwachungskameras zu hinterlassen.
Wie Polizeisprecherin Julia Schick mitteilte, führt die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes Wien die Ermittlungen. Der Gesuchte soll schwarze Kleidung, eine schwarze Baseballkappe sowie einen Bart getragen haben.
Hinweise – auch anonym – werden unter der Telefonnummer 01-31310-57800 DW entgegengenommen.
2026.2.16 Betrug in Österreich: Junge Frau aus Bosnien und Herzegowina verliert Job – und 15.000 Euro
Unbekannte Täter kontaktierten eine junge Frau aus Bosnien und Herzegowina, die in Salzburg lebt, mit einem angeblich lukrativen Jobangebot.
Die Betrüger versprachen ihr eine Bezahlung für das Liken und Teilen von Videos. Stattdessen entstand der 25-jährigen Frau ein finanzieller Schaden von rund 15.000 Euro.
Wie die Polizei mitteilte, wurde die in Salzburg lebende bosnische Staatsbürgerin im Zeitraum zwischen dem 9. und 12. Februar über soziale Netzwerke von bislang unbekannten Tätern kontaktiert.
Die Kriminellen boten ihr an, durch das Erledigen einfacher täglicher Aufgaben – etwa das Liken und Teilen von Videoclips – Geld zu verdienen. Im weiteren Verlauf der Kommunikation über einen Messenger-Dienst forderten sie die junge Frau auf, persönliche Daten sowie ihre Bankverbindung preiszugeben.
Unter dem Vorwand hoher Gewinnchancen brachten die Täter sie anschließend dazu, ein Konto auf einer betrügerischen Online-Handelsplattform zu eröffnen und dort angebliche Investitionsprodukte zu erwerben, wie die „Nezavisne novine“ berichten.
Erst später bemerkte die 25-Jährige, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Insgesamt wurden rund 15.000 Euro von ihrem Konto abgebucht. Die Ermittlungen laufen.

发表回复